Gesundheit heute

Frauenkrankheiten

Frauenkrankheiten

Der weibliche Organismus ist von der Natur dazu bestimmt, in der fruchtbaren Lebensphase der Frau neues Leben zu ermöglichen – von der Reifung der Eizellen, dem Wachstum der Frucht in der Gebärmutter, der Geburt bis zur Ernährung des Neugeborenen in den ersten Monaten. Die damit betrauten Organe – von den Eierstöcken bis zu den Brüsten – definieren aber nicht nur die „reproduktive Gesundheit“, wie die Mediziner es nennen, sondern auch das Selbstgefühl einer Frau insgesamt. Bei Frauenkrankheiten sind deshalb die psychischen Folgen oft besonders groß. Umgekehrt können psychische Faktoren Störungen rund um die Geschlechtsorgane und die Sexualität auslösen. Ein intaktes Vertrauensverhältnis zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin ist besonders wichtig, um alle Fragen offen besprechen zu können, die sich stellen, wenn Frauenleiden die Lebensqualität beeinträchtigen.
(Bild: Blend Images Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Frauenkrankheiten
Früherkennung ist Trumpf

Die Ergebnisse des Neugorenenscreenings werden auf speziellen Karten dokumentiert.

Früherkennung ist Trumpf

Neugeborenenscreening wird erweitert

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.

Schnelle Erkennung, schnelle Behandlung

Viele Stoffwechselkrankheiten bleiben beim Neugeborenen erst einmal unbemerkt. Oft treten erste Symptome erst nach Wochen oder Monaten auf. Bis dahin können aber schon schwere und dauerhafte Schäden eingetreten sein. Deshalb gibt es das Neugeborenen-Screening: Neugeborene werden dort auf verschiedene Stoffwechselkrankheiten untersucht. Wird eine Erkrankung festgestellt, dann kann das Neugeborene schnell behandelt werden. Oft können Spätschäden auf diese Weise vermieden oder deutlich verzögert werden.

Ein Pieks für viele Informationen

So funktioniert das Screening: Am zweiten oder dritten Lebenstag wird dem Neugeborenen etwas Blut aus der Ferse abgenommen. Dieses Blut wird auf etwa 20 verschiedene Stoffwechselkrankheiten untersucht. Zum Mai 2026 sind vier weitere Erkrankungen hinzugekommen: Der Vitamin-B12-Mangel, die Homocystinurie, die Propionazidämie und die Methylmalonazurie. Doch was passiert bei diesen Erkrankungen?

Erkrankung erkannt, Therapie folgt

Ein Vitamin-B12-Mangel kann eine Blutarmut oder Entwicklungsverzögerungen verursachen. Ein Mangel ist leicht auszugleichen, indem das Neugeborene Vitamin B12 bekommt. Bei der Homocystinurie reichert Homocystein im Blut an, weil ein Stoffwechselschritt beim Proteinabbau gestört ist. Neben Krampfanfällen können dann auch Seh- und Entwicklungsstörungen auftreten. Diese Erkrankung wird mit Betain, Vitaminen und einer proteinarmen Ernährung therapiert. Auch bei der Propionazidämie und Methylmalonazurie reichern sich bestimmte Stoffe im Körper an, neben Entwicklungsstörungen und neurologischen Symptomen können hier auch Organe wie Herz und Nieren betroffen sein. Beide Erkrankungen werden mit speziellen Diäten behandelt.

Quelle: Kinderärzte im Netz

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / BSIP / Jessica Bordeau

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