Gesundheit heute

Meningokokken-Impfung

Die Meningokokken-Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute, die durch Meningokokken-Bakterien verursacht wird. Sie betrifft vor allem Babys im ersten Lebensjahr und Jugendliche im Alter von 15–19 Jahren.

Wo und wie kann ich mich mit Meningokokken anstecken?

Meningokokken umfassen viele Serotypen, also „Untergruppen“, von denen nur einige gefährlich sind. Die Bakterien sind weltweit verbreitet, wobei größere Erkrankungsausbrüche vor allem in der Subsahara („Meningitis-Gürtel“) oder in Asien auftreten. In Deutschland erkranken nur noch sehr wenige Menschen an einer Meningokokken-Meningitis.

Ausgeschieden werden die Meningokokken über Sekrete aus dem Mund-Rachenraum, also zum Beispiel über kleinste Speicheltröpfchen. Die Bakterien können in der Umwelt allerdings nicht lange überleben, sodass für eine Ansteckung ein enger Kontakt nötig ist.

Welche Symptome verursacht eine Meningokokken-Meningitis?

Typische Symptome einer Meningokokken-Meningitis sind Fieber und Anzeichen einer Hirnhautentzündung, also zum Beispiel eine schmerzhafte Nackensteifigkeit. Besonders gefährlich ist die Erkrankung, wenn sie in eine Blutvergiftung (Meningokokken-Sepsis) übergeht. Bei schweren Verläufen mit Schock (Waterhouse-Friderichsen-Syndrom) liegt die Sterblichkeit bei 33 Prozent.

Wer sollte sich gegen Meningokokken impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für alle Säuglinge ab dem 2. Lebensmonat eine dreimalige Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe B sowie allen Kindern und Jugendlichen im Alter von 12–14 Jahren eine einmalige Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y. Auch Reisende in Risikoländer sollten sich impfen lassen, vor allem wenn ein enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung zu erwarten ist. Eine ausdrückliche Empfehlung besteht für Pilgerreisende nach Mekka. Auch bestimmten Gruppen von Menschen mit schlechtem Immunsystem wird die Impfung empfohlen.

Die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO finden Sie hier.

Von: Dr. rer. nat. Annette Diekmann-Müller, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). | Aktualisiert von Sara Steer, Christine Sladky

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