Immer mehr Menschen holen sich Rat bei Chatbots. Ob ChatGPT Ärzt*innen bei der Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen kann, hat ein Forscherteam nun untersucht.
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Viele Reiztherapien wirken über die Haut – sei es, indem sie die Hautdurchblutung anregen oder indem sie die vielen Berührungs-, Druck- und Vibrationssensoren der Haut stimulieren. Und das hat nachhaltige Wirkungen auf den ganzen Körper: Das größte Organ des menschlichen Körpers ist nämlich beileibe nicht nur eine Schutzhülle, sondern spielt eine aktive, vermittelnde Rolle zwischen der Umwelt und den Körperfunktionen. So steht die Haut etwa mit dem Immunsystem in Kontakt: Berührungen setzen Botenstoffe (wie etwa Interleukin 10) frei, die regulierend in das Immungeschehen und in Entzündungsprozesse eingreifen. Die Stimulierung der Haut hat zudem günstige Einflüsse auf Stressreaktionen – durch Massage und Berührungen wird die Ausschüttung von Kortisol reduziert.
Die Haut beeinflusst nicht nur die seelische Balance, sie fördert auch – zumindest bei denen, die noch wachsen – die Entwicklung: Werden Rattenbabys nicht mehr abgeleckt, hören sie auf zu wachsen, sie stellen die Produktion von Wachstumshormonen ein. Wie Experimente zeigen, ist dieser Effekt auf den Menschen übertragbar: Frühgeborene, die regelmäßig massiert werden, nehmen um 47 % schneller zu als eine nicht massierte Kontrollgruppe, sie weinen seltener und schlafen besser. Ähnliche Studien an Erwachsenen zeigen: Der belebende Effekt von Berührung hält ein Leben lang an. Auch der Volksmund weiß um die Verbindung von Haut und Seele: So mancher „Eindruck“ berührt uns tief. Kein Wunder also, dass Reiztherapien unter die Haut gehen!
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