Gesundheit heute

Speichelsteine

Speichelsteine (Sialolith, Ptyalolith, Parotitis): Kleine feste Steinchen, können sich in allen Drüsen des Mundbereichs bilden. Sehr oft sind sie als Zufallsbefund in einer Röntgenaufnahme zu erkennen und machen keinerlei Beschwerden. Manchmal werden sie ganz von allein aus den Drüsenausführungsgängen gespült.

Auf diesem Weg können sie aber auch stecken bleiben und führen dann zu einer akuten, schmerzhaften Speicheldrüsenentzündung (Sialolithis) mit Beschwerden wie dicken Drüsen und eitrig verstopften Ausführungsgängen.

Eingeklemmte Speichelsteine werden durch Massage oder einen kurzen ärztlichen Eingriff entfernt.

Bereits von außen erkennbar ist die Entzündung der Ohrspeicheldrüse (Parotitis), sie tritt bei Mumps regelmäßig auf.

Leitbeschwerden

  • Geschwollene Speicheldrüsen
  • Speichelstau
  • Schmerzen beim Kauen.

Das macht der Arzt

Wenn ein Speichelstein Beschwerden verursacht, versucht der Arzt zunächst, ihn durch leichte massierende Bewegungen Richtung Drüsenausgang zu lösen. Oft wird der Stein dann mit dem Speichel ausgespült.

1524_GTV_Sialografie_Speichelstein.jpg|Durch eine Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel (Sialografie) erkennt der Arzt die genaue Lage des Speichelsteins. Hier sitzt er hinter den unteren Schneidezähnen kurz vor dem Drüsenausgang. |[GTV 1524]|Röntgen vom Kopf zum Nachweis eines Speichelsteins

Falls nötig, kann er den Stein auch durch einen seitlichen Schnitt in den Speicheldrüsengang entfernen. Anschließend näht der Arzt den Gang vorsichtig wieder zu und legt eventuell ein kleines Abflussröhrchen (Drain) ein, bis die Wunde verheilt ist. Wenn der Stein so nicht erreichbar ist, muss unter Umständen die gesamte Drüse entfernt werden.

Selbstbehandlung

Sie können wie der Arzt versuchen, den Speichelstein durch eine Massage zu lösen. Die Drüsenausgänge erkennen Sie mit einem Spiegel und einer guten Taschenlampe meist selbst als dunkle oder glänzende Punkte – wenn nicht, lassen Sie Ihren Partner oder einen Angehörigen suchen. Die Ausgänge liegen hinter den unteren Schneidezähnen bzw. im Wangenbereich in etwa auf Höhe der ersten oberen Mahlzähne.

Von: Dr. med. dent. Gisbert Hennessen, Thilo Machotta, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski

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