Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.
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Ganglien (Einzahl: Ganglion, Überbein): Feste, meist schmerzlose Schwellungen, vor allem an Handgelenk, Fingern oder auch in der Kniekehle. Es handelt sich dabei um unter der Haut gelegene Hohlräume, die mit gallertartiger Flüssigkeit gefüllt und mit benachbarten Gelenken, Knorpelscheiben (Menisken) oder Sehnen(-scheiden) verbunden sind. Von der harmlosen Erkrankung sind überwiegend Frauen zwischen 20 und 40 Jahren betroffen. Bei leichten Beschwerden helfen Schonung, entzündungshemmende Wirkstoffe und Hausmittel. Bilden sich Ganglien nicht spontan zurück, lassen sie sich problemlos mit einem kleinen Eingriff entfernen.
Bei Gelegenheit, wenn
Am gleichen Tag, wenn
Als Krankheitsursache werden degenerative, arthrotische, verletzungs- oder überlastungsbedingte Reizzustände angenommen, die an der betreffenden Stelle die Gelenkkapsel oder Sehnenscheide schwächen und zu einer überschießenden Produktion von Gelenkschmiere führen. Diese bricht schließlich in das umliegende Weichteilgewebe ein und bildet dort einen flüssigkeitsgefüllten, meist in mehrere Kammern unterteilten Hohlraum.
Häufige Lokalisationen sind
Kleine Ganglien verursachen meist keine Probleme. Sind sie sehr groß, können sie jedoch die benachbarten Muskeln und Gelenke stören und bei Bewegungen zu Schmerzen führen. Drückt ein Ganglion auf eine Sehne, droht eine Sehnenscheidenentzündung, drückt es auf einen Nerven, sind Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl möglich.
Basismaßnahmen zur Diagnosesicherung eines Ganglions ist die körperliche Untersuchung, das heißt das vorsichtige Abtasten der Schwellung, sowie die Untersuchung mit dem Ultraschall. Besteht der Verdacht auf eine Gelenkschädigung, veranlasst die Ärzt*in außerdem ein Röntgenbild.
Weitere, seltenere diagnostische Verfahren sind
Differenzialdiagnosen. Pralle, relativ feste Schwellungen treten auch auf als Kallusbildung nach Knochenbrüchen oder beim Morbus Paget. Weitere Differenzialdiagnosen sind zudem gutartige oder bösartige Tumoren wie Atherome (Grützbeutel), Lipome oder auch Fibrosarkome.
Ein beschwerdefreies Ganglion, muss nicht behandelt werden. Häufig bildet es sich von allein zurück.
Bei Schmerzen, Druck auf Nerven bzw. Blutgefäße oder wenn das Ganglion kosmetisch stört, kommen verschiedene Verfahren infrage:
30–50 % der Ganglien bilden sich innerhalb einiger Wochen oder Monate von selbst zurück. Punktierte Ganglien treten in der Hälfte der Fälle wieder auf, operierte zu 10 bis 20 %.
Hausmittel. Durch das Auflegen oder Aufbringen folgender Hausmittel sollen Schmerzen und Entzündung eingedämmt oder die Durchblutung gefördert werden:
Passende Schuhe. Bei Ganglien im Fußbereich sind gut passende, nicht drückende Schuhe wichtig. Sitzt das Ganglion am Fußrücken, hilft es, vorübergehend oben offene Schuhe wie Sandalen zu tragen.
Geplatzt – und nun? Ganglien können platzen und auf diese Weise problemlos abheilen. Manchmal kommt es dadurch allerdings zu Infektionen, die sich durch Erwärmen, Hautrötung und Schwellung bemerkbar machen. Suchen Sie in diesen Fällen eine Ärzt*in auf.
Hinweis: Auch wenn ein Ganglion manchmal wie ein praller Pickel aussieht, dürfen Sie es keinesfalls ausdrücken. Die Punktion oder Entfernung eines Ganglions muss unter sterilen Bedingungen erfolgen. Durch die mögliche Verbindung des Hohlraums zum Gelenk drohen schwere Infektionen.
Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.
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