Immer mehr Menschen holen sich Rat bei Chatbots. Ob ChatGPT Ärzt*innen bei der Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen kann, hat ein Forscherteam nun untersucht.
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Knochentumoren: Neubildungen im Knochen, die vor allem während des Wachstums auftreten. Bösartige Knochentumoren (Knochenkrebs) sind sehr selten, pro Jahr gibt es in Deutschland nur etwa 700–800 Neuerkrankungen. Sie sind oft schmerzhaft, besonders nachts und bei Belastung. Gutartige Knochentumoren sind 100-mal häufiger als bösartige. Oft sind sie nur Zufallsbefunde, da sie meist keine Beschwerden verursachen. Behandelt werden sie nur, wenn sie Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen. Oft bilden sie sich von selbst zurück. Bösartige Knochentumoren erfordern je nach Typ und Ausbreitung eine Behandlung durch Operation, Chemotherapie und/oder Bestrahlung. Abhängig von der Krebsart überleben ca.50 bis 80 Prozent der Betroffenen die ersten 5 Jahre nach Diagnosestellung, sofern sich noch keine Metastasen gebildet haben.
In den nächsten Tagen bei allen unklaren Schwellungen oder Funktionseinschränkungen und Schmerzen am Bewegungsapparat, die länger als 3 Tage anhalten.
Am selben Tag bei Knochenschmerzen mit Fieber.
Der Knochenstoffwechsel ist ein komplexer Prozess, bei dem das Gewebe ständig ab-, auf- und umgebaut wird. Dabei kann sich das Erbgut spontan verändern. Dann können sich die Zellen unkontrolliert vermehren und einen Tumor wachsen lassen. Im Wachstum entwickeln sich die Knochen sehr stark und die Zellen teilen sich besonders oft. Deshalb treten Knochentumoren in den meisten Fällen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Aber auch ältere Erwachsene können betroffen sein. Bei ihnen ist es jedoch wesentlich wahrscheinlicher, dass es sich um Knochenmetastasen handelt, statt um einen ursprünglich im Knochen entstandenen Tumor.
Es gibt keine speziellen Risikofaktoren oder Vorerkrankungen, die die Tumorbildung begünstigen. Manchmal entsteht in den Medien der Eindruck, dass Sportler*innen häufiger von Knochentumoren betroffen sind. Das liegt daran, dass sie sich häufiger verletzen und dadurch bei ihnen öfter Röntgen- und MRT-Untersuchungen durchgeführt werden. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, einen Tumor zufällig zu entdecken. Außerdem treiben Jugendliche und junge Erwachsene häufiger und intensiver Sport als ältere Menschen, was die Wahrnehmung ebenfalls verzerrt.
Am häufigsten findet man Knochentumoren an den Ober- und Unterschenkelknochen, seltener am Becken und an der Wirbelsäule. Warum gerade diese Knochen betroffen sind, ist ebenfalls ungeklärt.
Unterteilt werden Knochenveränderungen in bösartige und gutartige Knochentumoren. Zu den letzteren zählt man meist auch tumorähnliche Knochenerkrankungen wie Knochenzysten, die ebenfalls gutartig sind. Zu den häufigsten gutartigen Knochenveränderungen gehören:
Bösartige Knochentumoren sind sehr selten. Die wichtigsten Beispiele sind:
Gutartige Knochentumoren verursachen häufig keine Beschwerden. Im fortgeschrittenen Verlauf zeigen sich manchmal unspezifische Symptome wie Schmerzen oder Schwellungen. Manchmal fühlt sich der betroffene Knochen verdickt an. Liegt der Tumor in Gelenknähe schwillt manchmal auch das Gelenk an. Je nach Lage und Größe des Tumors kann er die Beweglichkeit der betroffenen Gliedmaße stören. Oft fällt ein gutartiger Tumor erst auf, wenn er zufällig im Röntgenbild entdeckt wird oder wenn er das gesunde Knochengewebe so weit geschwächt hat, dass es zu einem spontanen Knochenbruch kommt.
Bösartige Knochentumoren sind häufig schmerzhaft. Anfangs können die Schmerzen schwach sein und nur phasenweise und bei Belastung auftreten. Im Erkrankungsverlauf sind sehr starke Schmerzen möglich, die die Bewegungsfähigkeit deutlich einschränken. Sie bessern sich später auch in Ruhe nicht mehr und belasten die Betroffenen vor allem nachts.
Wie die gutartigen Knochentumoren können auch die bösartigen den Knochen verdicken und sichtbare Schwellungen auslösen. Manchmal lassen sie auch den Knochen plötzlich brechen. Das ist aber seltener der Fall als bei gutartigen Knochentumoren, weil bösartige Tumoren öfter und stärkere Beschwerden auslösen und daher meist nicht erst bei einem Knochenbruch entdeckt werden.
Bösartige Knochentumoren verursachen manchmal auch Allgemeinbeschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit.
Bei hartnäckigen Schmerzen im Bewegungsapparat, v. a. wenn sie einseitig und vorrangig nachts auftreten, besteht immer der Verdacht auf einen Knochentumor. Um den Verdacht zu bestätigen, ist umfangreiche Diagnostik notwendig. Diese besteht zuallererst in einer Röntgenaufnahme. Ergibt diese Hinweise, dass es sich um einen bösartigen Tumor handeln könnte, bringt eine MRT-Untersuchung weitere Informationen. Eine Angiografie klärt die Blutversorgung, eine Skelettszintigrafie zeigt, ob es mehrere Herde in den Knochen gibt. Letztendliche Sicherheit bringt dann eine Biopsie, also die Entnahme eines kleinen Knochenstücks zur mikroskopischen Untersuchung. Die feingewebliche Untersuchung unter dem Mikroskop ist auch für die Therapieplanung wichtig.
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Differenzialdiagnosen. Neben Knochentumoren gibt es zahlreiche weitere Erkrankungen, die knöcherne Veränderungen und lokale Schwellungen auslösen können. Hierzu zählen z. B. entzündliche Erkrankungen wie Osteomyelitis, Myositis ossificans, Rheuma und Gicht. Auch andere Tumoren und tumorähnliche Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen, z. B. Tumoren des Weichgewebes in der Knochenumgebung und die Langerhans-Zell-Histiozytose, bei der bestimmte Zellen – die Histiozyten – unter anderem im Bereich der Knochen wuchern können. Nicht zuletzt kann es sich um Knochenmetastasen handeln, also um Absiedlungen bösartiger Tumoren anderer Organe, z. B. in der Brust, Lunge oder Niere.
Gutartige Knochentumoren benötigen meist keine Behandlung – solange sie nicht stören und die Tragefunktion des Knochens unbehelligt lassen. Oft bilden sie sich im Laufe des Wachstums von selbst wieder zurück. Bei Brüchen des geschwächten Knochens oder bei Beteiligung von Wachstumsfugen oder Gelenken ist jedoch oft eine Operation erforderlich, ebenso wenn es zu Schmerzen oder Funktionsstörungen des betroffenen Körperteils kommt. Dabei räumt die Chirurg*in den Tumor aus und füllt größere Defekte mit Knochenspänen auf, die dem Beckenknochen entnommen werden.
Die Behandlung von bösartigen Knochentumoren richtet sich nach dem Typ und der Ausbreitung der Erkrankung. Kernpunkt ist in der Regel die Operation. Sie strebt eine möglichst vollständige Entfernung des bösartigen Gewebes an. Gleichzeitig wird versucht, die Funktion des Körperteils zu erhalten. Nicht vermeidbare größere Defekte lassen sich mit körpereigenem Knochengewebe oder speziellen Tumorendoprothesen überbrücken. Patient*innen mit Osteosarkom und Ewing-Sarkom erhalten zusätzlich eine hoch dosierte Chemotherapie vor und gelegentlich auch nach der Operation. Eine Bestrahlung ist wirksam als Begleittherapie, selten auch als alleinige Behandlung, insbesondere bei Ewing-Sarkomen.
Gutartige Tumoren haben eine gute bis sehr gute Prognose. Oft bilden sie sich im Laufe der Knochenentwicklung von selbst zurück. Bei bösartigen Tumoren hängt die Prognose von der Tumorart und Ausbreitung im Körper ab. Sofern sich noch keine Metastasen gebildet haben, überleben ca. 50 bis 80 Prozent der Betroffenen die ersten 5 Jahre nach Diagnosestellung. Hat der Tumor bereits gestreut, werden je nach Tumortyp 15 bis 50 Prozent der Betroffenen langfristig geheilt.
Frühzeitige Diagnose. Bei bösartigen Tumoren hängt die Prognose immer davon ab, wie weit sich der Tumor schon ins umliegende Gewebe und in andere Organe ausgebreitet hat. Seien Sie daher besonders achtsam, wenn Ihr Kind über Schmerzen klagt und keine Lust auf körperliche Bewegung hat. Auch bei Kindern sind Tumorerkrankungen keine Seltenheit. Daher sollte man hartnäckige oder wiederkehrende Schmerzen nicht einfach als Wachstumsschmerzen abtun.
Selbsthilfegruppen. Selbsthilfegruppen stehen Betroffenen und ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite. Oft hilft es Krebs-Patient*innen besonders, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, weil diese die Einschränkungen, Belastungen und Begleiterscheinungen der Erkrankung am besten verstehen können.
Psychoonkologie. Eine psychoonkologische Betreuung unterstützt Betroffene in allen Erkrankungsphasen. Sie klärt über Behandlungskomplikationen auf und gibt Tipps, wie sich diese vermeiden oder reduzieren lassen. Im Bedarfsfall kann über die Psychoonkologie auch eine psychotherapeutische Behandlung eingeleitet werden.
Mehr als 50 % aller Krebspatient*innen wenden irgendwann im Krankheitsverlauf alternativ- bzw. komplementärmedizinische Krebstherapien an, obwohl sie von den Krankenkassen bis auf wenige Ausnahmen nicht bezahlt werden.
Es spricht nichts dagegen, wenn Erkrankte als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung ausprobieren, ob ihnen andere Therapien guttun. So kann beispielsweise die Akupunktur im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie und Palliativversorgung zur Schmerzbekämpfung beitragen und Übelkeit bei der Chemotherapie lindern.
Besonders gewarnt sei jedoch vor unrealistischen Versprechungen, z. B. dass die Behandlung völlig frei von Nebenwirkungen sei und die Krebserkrankung damit "in jedem Fall geheilt wird". Auch sollte eine schulmedizinische Behandlung niemals abgebrochen werden, um sich nur noch auf die Alternativmedizin zu verlassen.
Weiterführende Informationen
Quellen:
- Pschyrembel (2026) Knochentumor. Webartikel zur Klinischen Praxis. Abgerufen am 13.10.2026 unter https://www.pschyrembel.de/Knochentumor/K0BT5/doc/
- Amboss (2026) Maligne Knochen- und Knorpeltumoren. Webartikel zur Klinischen Praxis. Abgerufen am 13.10.2026 unter https://next.amboss.com/de/article/HQ0Kxf?q=Knochentumoren
- Amboss (2026) Benigne Knochen- und Knorpeltumoren. Webartikel zur Klinischen Praxis. Abgerufen am 13.10.2026 unter https://next.amboss.com/de/article/7Q04xf?q=knochentumoren
- UpToDate (2026) Bone tumors: Diagnosis and biopsy techniques. Webartikel zur Klinischen Praxis. Abgerufen am 13.10.2026 unter https://www.uptodate.com/contents/bone-tumors-diagnosis-and-biopsy-techniques?search=Bone%20tumor&source=search_result&selectedTitle=1~150&usage_type=default&display_rank=1&searchCorrelationId=c9b53195-be52-4289-a67b-a210a6f84856&searchCorrelationTerm=Bone%20tumor
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