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Die Frage, ab wann ein Mensch übergewichtig ist, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Viele Mediziner behelfen sich mit einer groben, letzten Endes willkürlichen Festlegung: dem Body-Mass-Index (BMI, Körper-Massen-Index). Er wird berechnet, indem man das Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Größe in Meter teilt (kg/m2).
Um festzulegen, ob ein Mensch für seine Größe und seinen Körperbau zu viel Gewicht hat, wäre die Bestimmung der Körperfettmasse (Körperfettgehalt) ideal. Diese Messung ist jedoch so aufwendig, dass sie nur zu Forschungszwecken, nicht aber im Alltag durchgeführt wird. Da der BMI das Gewicht auf die Körperlänge bezieht, ermöglicht er immerhin eine bessere Einschätzung als das Gewicht allein. Allerdings hat der BMI deutliche Grenzen, wenn es darum geht, ein der Gesundheit abträgliches Gewicht festzustellen:
Noch weniger geeignet ist das Normalgewicht nach Broca, mit dem die Nachkriegsgeneration ihr Gewicht beurteilte (das Normalgewicht berechnet sich als Körpergröße in cm – 100). Übergewicht beginnt nach diesem Wert, wenn das Normalgewicht über 20 % erhöht ist.
Neben dem BMI gibt es noch den Body-Adiposity-Index (BAI). Dieser berücksichtigt zusätzlich den Hüftumfang. Er wird berechnet, indem man den Hüftumfang in Zentimeter geteilt durch die Körperlänge in Meter hoch 1,5 minus 18 (kg/m1,5 – 18). Allerdings haben aktuelle Studien gezeigt, dass der BAI den prozentualen Körperfettanteil nicht besser einschätzen kann als der BMI. Den Studienergebnissen zufolge steht der BMI sogar in einer engeren Beziehung zur Fettverteilung im Körper als der BAI. Besonders bei Männern erweist sich der BAI ungenauer.
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