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Auch wenn prinzipiell während einer Schwangerschaft nichts gegen (weite) Reisen einzuwenden ist, ist Vorsicht dennoch angebracht. Vor der Abreise sollte man auf jeden Fall ein Gespräch mit dem Frauenarzt führen. Extreme Anstrengungen sollten vermieden werden, für Begleitung sollte gesorgt und der Mutterpass immer dabei sein.
In den ersten drei und den letzten beiden Monaten der Schwangerschaft ist zu überlegen, welches Risiko man eingehen möchte, zumal am Anfang der Schwangerschaft möglichst keine Arzneimittel, also auch keine Impfungen verabreicht werden sollen. In den Restmonaten aber sind eine Reihe von Impfungen und die Gabe eines Malariaschutzes möglich und gegebenenfalls auch nötig. Allerdings dürfen keine Impfungen mit Lebendimpfstoffen wie Gelbfieber erfolgen und der Malariaschutz (eine Malariaerkrankung in der Schwangerschaft kann das Leben der Mutter und des ungeborenen Kindes gefährden) muss spezifisch ausgewählt werden (mehr dazu im Abschnitt Malariaprophylaxe).
Bei Flugreisen besteht ab dem 8. Monat die Gefahr einer vorzeitigen Geburt, im 9. Monat werden Schwangere von Fluggesellschaften ohnehin nur noch mit Attest oder in Begleitung eines Arztes transportiert. Wegen des erhöhten Thromboserisikos ist auf ausreichende Bewegung und Flüssigkeitszufuhr im Flugzeug zu achten, auch das Anlegen von Kompressionsstrümpfen ist zu erwägen.
Führt die geplante Reise an heiße, sonnige Ziele, ist zu berücksichtigen, dass der Körper in der Schwangerschaft die Körperkerntemperatur um ~ 1 °C senkt, um das Ungeborene vor Wärmestress zu schützen. Sind nun die Außentemperaturen ungewohnt hoch, muss der Körper verstärkt Wärme abgeben, was zu einer erhöhten Kreislaufbelastung der Schwangeren führt. Auch besteht wegen einer Erhöhung der Melaninproduktion in der Sonne ein höheres Risiko, vermehrt Pigmentflecken zu bilden.
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