Gesundheit heute

Quallenbisse

Die Begegnung mit einer Qualle kann äußerst schmerzhaft sein. Ihre langen Fangarme (Tentakeln) sind mit Nesselzellen ausgestattet, die bei Berührung giftiges Sekret absondern; dieser Vorgang wird fälschlich als Quallenbiss bezeichnet. Die an der Nordostküste Australiens vorkommende Seewespe gilt sogar als das giftigste Meerestier der Welt! Aber auch in der Nord- und Ostsee gibt es Quallenarten, z. B. die Feuer- oder Kompassqualle, deren Gift den Menschen verletzen kann.

Maßnahmen

Nach einem Quallenkontakt sollte man sofort ans Ufer schwimmen und die an der Haut hängengebliebenen Fangarme mit Salzwasser befeuchten und mit Sand bestreuen. Danach schabt man sie vorsichtig ab, z. B. mit einer Plastikkarte oder der stumpfen Seite eines Messers. Keinesfalls die Fangarme mit Süßwasser oder Alkohol abwaschen, denn dann könnten noch inaktive Nesselkapseln aufplatzen und den Schmerz verstärken. Sind die Fangarme entfernt, lindern Kältepacks oder Brandgele (z. B. Soventol® Gel, Tavegil® Gel) die Hautreizungen. Aufgeschnittene Tomaten haben sich zur Schmerzlinderung ebenfalls bewährt.

Von: Dres. med. Katharina und Sönke Müller; Dr. med. Arne Schäffler

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