Gesundheit heute

Sonnenstich

Beim Sonnenstich kommt es zu einer entzündlichen Reizung und Schwellung der Hirnhäute durch direkte Sonnenbestrahlung auf den unbedeckten Kopf oder Nacken. Die Beschwerden treten oft erst mit zeitlicher Verzögerung auf, z. B. in der einem sonnigen Tag folgenden Nacht, wenn das Hirngewebe anzuschwellen beginnt.

Anzeichen und Beschwerden

Heiße und hochrote Gesichts- und Kopfhaut, im Gegensatz dazu blasse, kühle Körperhaut. Der Betroffene klagt über Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. In schweren Fällen kommt es zu hohem Fieber, Krampfanfällen und Bewusstlosigkeit.

Maßnahmen

Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen und schattigen Ort und lagern Sie ihn flach. Übergießen Sie seinen Kopf mit kaltem Wasser; wenn dies nicht zumutbar ist, legen Sie ihm ein tropfnasses Badetuch auf den Kopf.

Vorsorge

Menschen mit Glatze sind besonders sonnenstichgefährdet. Auch am Strand sollte deshalb ein Hut den Schädel bedecken. Ist ein Sonnenstich aufgetreten, empfiehlt sich eine ein- bis dreitägige Erholungspause ohne jede Sonnen- und Hitzeexposition, sonst droht sehr rasch ein Rückfall.

Von: Dres. med. Katharina und Sönke Müller; Dr. med. Arne Schäffler

Zurück

Aktuelle Beiträge zum Thema

  • Behandlungsplan mit KI
    Nützlich für Fachleute?

    Immer mehr Menschen holen sich Rat bei Chatbots. Ob ChatGPT Ärzt*innen bei der Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen kann, hat ein Forscherteam nun untersucht. 

    Elf Fälle…

    mehr

  • Unterschätztes Krebsrisiko
    Häufiger als gedacht

    Fast jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Doch nur wenige halten ihr eigenes Risiko für hoch. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Krebsforschungszentrums.

    Jede…

    mehr

  • Antidepressiva schrittweise absetzen?
    Studie zu Symptomen

    Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen…

    mehr

  • Hautreizung unter Windeln vermeiden
    Ob Baby oder alter Mensch

    Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?

    Bei Erwachsenen nicht von…

    mehr

  • Verhütung in der Perimenopause
    Passt die Methode noch?

    Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?

    Was ist die…

    mehr

  • Impfungen im Herbst
    Hochsaison für Infektionen

    In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen? 

    Schwere…

    mehr