Gesundheit heute

Frauenkrankheiten

Frauenkrankheiten

Der weibliche Organismus ist von der Natur dazu bestimmt, in der fruchtbaren Lebensphase der Frau neues Leben zu ermöglichen – von der Reifung der Eizellen, dem Wachstum der Frucht in der Gebärmutter, der Geburt bis zur Ernährung des Neugeborenen in den ersten Monaten. Die damit betrauten Organe – von den Eierstöcken bis zu den Brüsten – definieren aber nicht nur die „reproduktive Gesundheit“, wie die Mediziner es nennen, sondern auch das Selbstgefühl einer Frau insgesamt. Bei Frauenkrankheiten sind deshalb die psychischen Folgen oft besonders groß. Umgekehrt können psychische Faktoren Störungen rund um die Geschlechtsorgane und die Sexualität auslösen. Ein intaktes Vertrauensverhältnis zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin ist besonders wichtig, um alle Fragen offen besprechen zu können, die sich stellen, wenn Frauenleiden die Lebensqualität beeinträchtigen.
(Bild: Blend Images Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Frauenkrankheiten
Peptide zum Selbstspritzen

Die neuen "Trendpeptide" werden von den Anwender*innen meist selbst unter die Haut gespritzt.

Peptide zum Selbstspritzen

Gefährlicher Trend

Peptide sind in den sozialen Medien der letzte Schrei. Sie werden mit Insulinspritzen unter die Haut injiziert und sollen wahre Wunder vollbringen. Die angepriesenen Wirkungen reichen vom Muskelaufbau bis zur mentalen Leistungssteigerung. Ein riskanter Trend.

Wundermittel als Botenstoffe

Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, die körpereigene Botenstoffe imitieren. Injiziert man sie unter die Haut, sollen sie bestimmte biologische Prozesse auslösen. Tatsächlich gibt es solche Peptide, die offiziell für die Behandlung von Erkrankungen zugelassen sind. Dazu gehören z. B. Wirkstoffe wie Semaglutid und Tirzepatid, mit denen man Diabetes und starkes Übergewicht behandelt – aber auch das altbekannte Insulin.

Peptide aus dubiosen Quellen

Mehr und mehr drängen jedoch nicht zugelassene Peptide zur Selbstinjektion auf den Markt. Sie werden vor allem über unseriöse Online-Shops vertrieben und stammen häufig aus chinesischen Laboratorien.

Typische Beispiele sind die Trend-Peptide TB-500 und CJC-1295, die beide gern von Bodybilder*innen und Sporttreibenden als Doping missbraucht werden. TB-500 soll Muskeln, Sehnen und Bänder schneller heilen lassen, CJC-1295 imitiert die Wirkung des Wachstumshormons und soll den Muskelaufbau und Fettabbau fördern. Andere Peptide werden als schlaffördernd und leistungssteigernd angepriesen.

Wirkung nicht nachgewiesen

Auch wenn sie in den sozialen Medien als effektiv beworben werden: Die Wirkung dieser als „Forschungschemikalien“ vermarkteten Peptide ist nicht nachgewiesen. Selbst wenn es Hinweise aus Laboruntersuchungen oder Tierversuchen gibt, so lassen sich diese nicht so einfach auf den Menschen übertragen.

Expert*innen raten aber auch noch aus anderen Gründen dringend davon ab, sich solche Peptide zu injizieren. Die Injektionen gelten als riskant, weil die Wirkstoffe aus unseriösen Quellen stammen, verunreinigt sein können und weil man nichts über mögliche Nebenwirkungen weiß.

In Deutschland strafbar

Das Fazit lautet: Von Trend-Peptiden sollte man besser die Finger lassen. In Deutschland ist ihr Konsum ohne Rezept strafbar, ebenso wie die Einfuhr und der Besitz. Viele fallen als Doping auch unter die Liste der nicht zugelassenen Substanzen.

Quelle: ptaheute

Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Alexander Raths

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