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Himalaya-Salz ist ein Steinsalz, das ursprünglich aus der Himalaya-Region stammt. Es ist vor vielen Jahrtausenden nach der Verdunstung eines Urmeeres zurückgeblieben und hat sich im Boden abgelagert. Auch das Salz, das in Europa abgebaut wird, ist so entstanden. Trotzdem unterscheidet sich das Salz von herkömmlichem Speisesalz, das im Supermarkt zu kaufen ist. Die Salzkristalle sind nicht weiß, sondern ansprechend rosa oder schwarz gefärbt. Die Farben entstehen durch Mineralstoffe und Rückstände von Algen, die normalerweise aus Speisesalz entfernt werden.
Durch die Mineralstoffe soll Himalaya-Salz besonders gesund sein. Daneben soll es den Körper entschlacken und bei vielen Krankheiten helfen. Bisher fehlen jedoch wissenschaftliche Nachweise für die versprochenen Effekte.
Inhaltsstoffe von Himalaya-Salz
Das Himalaya-Salz besteht, wie herkömmliches Speisesalz auch, zu 98% aus Natrium und Chlorid. Nur 2% sind andere Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalzium oder Pflanzenrückstände.
Himalaya-Salz als Nahrungsergänzungsmittel
Unseriöse Quellen preisen Himalaya-Salz als Allheilmittel an, etwa gegen Krankheiten wie Gicht oder Bluthochdruck. Darüber hinaus soll das Salz entschlackend wirken und den Säure-Basen-Haushalt im Körper regulieren. Keine dieser Werbeaussagen ist wissenschaftlich belegt. Deshalb dürfen Hersteller mit diesen Wirkungen auch nicht werben.
Nachteile des Himalaya-Salzes sind sein Preis und seine langen Transportwege. Mit 4 bis 5 Euro je Kilogramm kostet das rosa Salz das 5- bis 10-fache im Vergleich zu herkömmlichem Speisesalz. Ein regionales Salz ist oft nicht nur günstiger, sondern schont gleichzeitig noch die Umwelt.
Für wen eignet sich Himalaya-Salz?
Als Speisesalzersatz eignet sich Himalaya-Salz eher nicht. Denn in dem Salz sind, im Gegensatz zu fluoridiertem und jodiertem Speisesalz, keine Mineralstoffe zugesetzt. Die deutsche Gesellschaft empfiehlt der deutschen Bevölkerung allerdings, angereichertes Speisesalz zu verwenden. Der Grund: Viele Menschen nehmen über die Nahrung zu wenig Jod auf. Bei einem Jodmangel droht eine Schilddrüsenunterfunktion mit Haarausfall, rauer Haut und Verstopfung. Fluorid ist besonders wichtig für den Schutz der Zähne vor Karies.
Wie auch herkömmliches Speisesalz liefert Himalaya-Salz neben Natrium und Chlorid nur wenige Mineralstoffe. Ein Beispiel: 2 Teelöffel des Salzes enthalten 0,7 Milligramm Eisen. Je nach Alter und Geschlecht benötigt ein Mensch jedoch 10-15 Milligramm Eisen pro Tag.
Nebenwirkungen von Himalaya-Salz
Natrium und Chlorid sind lebenswichtige Mineralstoffe für den Körper. Allerdings ist die Mehrheit der Menschen gut mit den Nährstoffen versorgt. Eine zusätzliche Aufnahme durch das Himalaya-Salz ist also nicht notwendig. Im Gegenteil: Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung essen viele Menschen zu viel Salz und nehmen zu viel Natriumchlorid auf. Zu viel Salz erhöht aber das Risiko für Bluthochdruck und andere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Deswegen empfehlen Ernährungswissenschaftler*innen, nicht mehr als 6 Gramm Salz pro Tag aufzunehmen. Das entspricht etwa einem Teelöffel.
Quelle: Verbraucherzentrale; Deutsche Gesellschaft für Ernährung; Verband der Ernährungswissenschaftler Österreichs
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