Peptide sind in den sozialen Medien der letzte Schrei. Sie werden mit Insulinspritzen unter die Haut injiziert und sollen wahre Wunder vollbringen. Die angepriesenen Wirkungen…
mehrMo.-Fr.: 08.00 - 18.30 Uhr
Sa: 09.00 - 14.00 Uhr
Aktinische Keratose (aktinische Präkanzerose, Keratosis actinica, Sonnenschwiele, Sonnenwarze, Lichtwarze): Durch chronische Lichtschädigung verursachte Veränderung der Haut. Typisch sind einzelne oder mehrere rote bis rotbraune Flecken, Knoten und Papeln, vor allem an Hautarealen, die der Sonne ausgesetzt sind (Stirn, Nase, Ohrmuscheln, Wangen und Handrücken). Die aktinische Keratose gilt als Krebsvorstufe, bei der die Entwicklung eines Spinalioms droht.
Die Zahl der aktinischen Keratosen (und damit auch die Zahl der Spinaliome) nimmt in Ländern wie Deutschland unter den hellen Hauttypen stark zu. Risikofaktoren sind v. a. starke Sonnen- bzw. UV-Strahlenbelastung sowie ein höheres Alter. Männer entwickeln doppelt so häufig eine aktinische Keratose wie Frauen.
Zum Entfernen der aktinischen Keratose stehen je nach Befall verschiedene Verfahren zur Verfügung z. B. die lokale Salbentherapie, die Kürettage (Abschabung), die Lasertherapie oder die chirurgische Operation.
In den nächsten Wochen, wenn
Die Zahl der aktinischen Keratosen nimmt in Ländern wie Deutschland stark zu. Betroffen sind vor allem hellhäutige Personen und Menschen, die beruflich über eine lange Zeit der Sonne ausgesetzt sind wie beispielsweise Bauarbeiter oder Feldarbeiter. Da die lebenslange Sonnenexposition mit dem Alter ansteigt, steigt die Häufigkeit stark mit dem Lebensalter: Bei den über 60-Jährigen sollen in mehr als 40 % aktinische Keratosen nachweisbar sein, ab dem 70. Lebensjahr sogar in über 50 %.
Die aktinische Keratose gilt als Frühform eines bösartigen Tumors (Carcinoma in situ) an. Durch das Sonnenlicht verändern sich immer mehr Stachelzellen (das sind die Hautzellen, die das schützende Keratin produzieren) und bilden atypische Formen. Wenn diese die Grenzschichten zwischen Ober- und Lederhaut durchbrechen, sind die Kriterien eines Spinalioms erfüllt. Es wird vermutet, dass Humane Papillomviren an der Entartung beteiligt sind.
Aktinische Keratosen finden sich v. a. an sonnenexponierten Stellen wie Gesicht und Kopfhaut. Seltener entwickeln sie sich am Dekolleté, im Nacken, am Handrücken oder den Streckseiten der Unterarme. Meist treten die Hautläsionen flächenhaft auf. Sie zeigen sich je nach Typ in verschiedener Ausprägung:
Aktinische Keratosen schmerzen manchmal bei Berührung, in manchen Fällen sogar auch schon bei Sonnenexposition.
Für die Entstehung einer aktinischen Keratose spielen sowohl Auslöser als auch Risikofaktoren eine Rolle. Als Auslöser gelten:
Die oben genannten Auslöser werden durch folgende Risikofaktoren begünstigt:
Die aktinische Diagnose ist in vielen Fällen eine Blickdiagnose, d. h. der Hautarzt erkennt die Erkrankung an ihren typischen Hauterscheinungen mithilfe der Lupe oder eines tragbaren Handmikroskops (Auflichtmikroskop oder Dermatoskop).
Bei unklaren Befunden entnimmt der Arzt mit einer Kürette eine Probe von verdächtigen Herden. In einigen Fällen, z. B. wenn der Herd sehr klein ist, kann auch eine Probeentnahme per Stanzbiopsie vorgenommen werden. Das Gewebe wird anschließend feingeweblich untersucht.
Differenzialdiagnosen. Basaliom, Spinaliom, Alterswarze und Altersflecken sehen häufig ähnlich aus wie eine aktinische Keratose.
Für die Behandlung der aktinischen Keratose gibt es abtragende Verfahren wie die Operation oder die Lasertherapie, aber auch Wirkstoffe, die man als Salben oder Lösungen auf die betroffene Haut aufträgt. Welche Behandlung vorzuziehen ist hängt vor allem davon ab, ob es sich um einzelne Läsionen handelt oder um ein flächenhaftes Auftreten. Auch das Alter des Patienten, sein Allgemeinzustand und nicht zuletzt der Patientenwunsch spielen bei der Wahl der Therapie eine Rolle.
Folgende Verfahren empfehlen sich für die Behandlung einzelner Läsionen:
Sowohl für einzelne Läsionen als auch für flächenhafte ist die fotodynamische Therapie geeignet. Dabei trägt man fotosensibilisierende Wirkstoffe wie 5-Aminolävulinsäure wie z. B. Ameluz® oder 5-Amino-4-oxopentansäure wie z. B. Alacare® oder Metvix® für 3–4 Stunden auf und bestrahlt das Gebiet danach mit Rotlicht für 10–20 Minuten. Alternativ kann als "Bestrahlung" auch eine Tageslichttherapie angewendet werden, d. h. der Patient hält sich nach Auftragen möglichst viel im Freien auf. Die Abheilungsraten der fotodynamischen Therapie betragen etwa 60–90 %.
Bei Patienten mit mehr als 5 aktinischen Keratosen beträgt die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 10 Jahren ein Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) zu entwickeln, etwa 10 %.
Sonnenschutz. Die Sonnen- bzw. UV-Belastung, v. a. im Gesicht, ist erwiesenermaßen der größte Risikofaktor. Eine ebenso einfache wie effektive Vorsorgemaßnahme ist das Tragen einer Kopfbedeckung in Verbindung mit dem Einsatz von Sonnenschutzcremes.
Nicotinamid. Nach neueren Untersuchungen soll bei Patienten, die schon einmal einen Hautkrebs hatten, die Einnahme von täglich zweimal 500 mg Vitamin B3 (Nicotinamid) das Auftreten aktinischer Keratosen signifikant vermindern.
Peptide sind in den sozialen Medien der letzte Schrei. Sie werden mit Insulinspritzen unter die Haut injiziert und sollen wahre Wunder vollbringen. Die angepriesenen Wirkungen…
mehr
Je eher man eine Krebserkrankung erkennt, desto besser kann man sie behandeln. Das gilt auch für den Lungenkrebs. Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebs-Screening auf…
mehr
Schwangere brauchen vermehrt Jod – und das am besten schon vor der Empfängnis. Jodreiche Ernährung reicht für die Versorgung meist nicht aus. Expert*innen empfehlen deshalb, das…
mehr
Eine Tasse Tee oder Kaffee pro Tag verhilft Frauen zu einem aktiveren Lebensstil mit mehr sportlicher Bewegung. Australische Forscher führen dies auf den anregenden Effekt des…
mehr
Haferkuren wurden schon in früheren Zeiten bei Diabetes empfohlen. Nun hat eine Studie untersucht, ob eine 2-tägige Haferdiät auch den Cholesterinspiegel senken kann.
Hohe…
mehr
Ein Typ-1-Diabetes muss immer mit Insulin behandelt werden. Es sei denn, man erkennt ihn schon im Frühstadium: Dann kann man mit einem neuen Antikörper die Entwicklung der…
mehr