Immer mehr Menschen holen sich Rat bei Chatbots. Ob ChatGPT Ärzt*innen bei der Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen kann, hat ein Forscherteam nun untersucht.
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Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Verlust der Haare in einem umschriebenen Bezirk (meist kreisförmig) ohne Narben. Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein und von einem einzelnen zentimetergroßen Herd bis zum Verlust aller Haare reichen. Betroffen sind oft junge Menschen. Auch ohne Behandlung heilt die Erkrankung meist aus, kann jedoch wiederkehren.
Wissenschaftler vermuten, dass Autoimmunprozesse sowie eine genetische Disposition (familiäre Häufung kommt vor) zum Auftreten des kreisrunden Haarausfalls beitragen. Des Weiteren besteht ein Zusammenhang mit Krankheiten des atopischen Formenkreises, aber auch mit persönlichen Stressfaktoren.
Klinisch werden vier Schweregrade unterschieden, von Grad I (weniger als 30 % des Kopfhaars betroffen) bis Grad IV (totaler Haarverlust). Mindestens 80 % der Betroffenen können der Gruppe I zugeordnet werden.
Das macht der Arzt
Der erste Herd auf dem Kopf wird meist zufällig vom Friseur oder Partner entdeckt, da außer dem Haarausfall meist keine anderen Beschwerden bestehen. Der Arzt sucht nach weiteren Herden und misst ihre Größe. Bei geringem Haarausfall (Schweregrad I) vertraut der Arzt auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und wartet 3–6 Monate ab. Bei Bedarf werden Kortikoide lokal als Tinkturen oder Cremes begleitend angewandt, um Autoimmunprozesse zu unterdrücken. Ebenso können kristalline Kortikoide in die Oberhaut gespritzt werden.
Bei längerem Verlauf und höheren Schweregraden muss nach Grunderkrankungen gesucht werden. Ein Therapieansatz besteht in der Provokation einer Kontaktsensibilisierung durch die Stoffe Cignolin oder Diphencypron (sollte nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden). In schweren Fällen versucht der Arzt eine systemische Kortisonbehandlung. Auch Fumarsäureester und das Sulfonamid Dapson (DAPS) sind in Einzelfällen erfolgreich.
Komplementärmedizin
Erfahrungsberichten zufolge lassen sich beim kreisrunden Haarausfall Erfolge mit Akupunktur erzielen, auch die lokale PUVA-Therapie und UV-Bestrahlungen vermögen manchmal das Haarwachstum anzukurbeln.
Ebenso hat sich in vielen Fällen die zusätzliche Gabe der Spurenelemente Zink, Selen und Eisen bewährt.
Mesotherapie. Bei dieser in Frankreich bereits seit mehr als 50 Jahren angewandten Methode werden Medikamentenmischungen in äußerst geringer Dosierung in vielen kleinen Injektionen direkt in die kahlen Stellen gespritzt. Mit dieser nahezu nebenwirkungsfreien Methode sollen auch in „ausbehandelten“ oder therapieresistenten Fällen Erfolge erzielt worden sein.
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