Fast jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Doch nur wenige halten ihr eigenes Risiko für hoch. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Krebsforschungszentrums.
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Blutung in der Schwangerschaft: Blutverlust aus der Scheide, besonders häufig in den ersten Wochen der Schwangerschaft. Dahinter können sowohl harmlose Ursachen wie die Einnistung des Eis in die Gebärmutterschleimhaut stecken (Nidationsblutung), als auch Erkrankungen mit drohendem Abort. Blutungen im letzten Schwangerschaftsdrittel sind seltener, aber sehr ernst zu nehmen, da die Ursache für das Kind lebensgefährlich sein kann, z. B. eine Plazentalösung. Alle Blutungen in der Schwangerschaft sollte eine Ärzt*in gründlich abklären.
Abhängig von der Blutungsursache:
In den nächsten Tagen, wenn
Am selben oder nächsten Tag, wenn
Sofort in die Frauenklinik, wenn
Nicht jede Blutung in der Schwangerschaft ist "schlimm" – das gilt vor allem in der Frühschwangerschaft. Jede vierte Schwangere erlebt im ersten Schwangerschaftsdrittel leichte Schmierblutungen, zum Beispiel wenn sich das befruchtete Ei in der Gebärmutterschleimhaut einnistet (Nidationsblutung). Oft handelt es sich auch einfach um eine Reizung der Scheiden- und Muttermundschleimhaut, die bei Schwangeren besonders gut durchblutet ist. Die Schleimhaut reißt dann schnell auf, etwa nach dem Geschlechtsverkehr oder bei einer Scheideninfektion.
Trotzdem: In der Schwangerschaft bedarf jede Blutung aus der Scheide einer Abklärung durch die Frauenärzt*in. Denn was gefährlich ist und was nicht, lässt sich nicht ohne ihre Hilfe entscheiden.
In jedem Drittel der Schwangerschaft gibt es typische Ursachen, die zu Blutungen führen.
Im ersten Drittel sind dies vor allem
Im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel sind Blutungen häufig zurückzuführen auf
Blutungen haben unter Umständen auch nichts mit der Schwangerschaft zu tun: Beispielsweise können Polypen am Muttermund, Blasenentzündungen oder Hämorrhoiden zu Blutungen führen, ohne dass Mutter oder Kind gefährdet sind. Wenn keine Ärzt*in verfügbar ist, z. B. auf Reisen, sollte deshalb mit einem Handspiegel oder von einer anderen Person geprüft werden, ob die Blutung tatsächlich aus der Scheide kommt.
Die Ärzt*in fragt zunächst nach der Stärke der Blutung, wann sie aufgetreten ist und nach Schmerzen. Danach untersucht sie die Schwangere gynäkologisch. Dazu hält sie mit dem Spekulum die Scheide so auf, dass sie den Muttermund sehen und prüfen kann, ob das Blut tatsächlich aus der Gebärmutter kommt.
Im Ultraschall lassen sich die Fruchthöhle und der Embryo beurteilen. Um den Herzschlag des Kindes über eine längere Zeitdauer zu beobachten, ist im zweiten Schwangerschaftsdrittel auch eine Kardiotokografie des Kindes möglich.
Bei stärkeren Blutungen wird die Ärzt*in in der Regel den Liegendtransport der Schwangeren in eine Klinik zur Überwachung veranlassen. Dort werden die Blutung und der Kreislauf (Puls, Blutdruck) der Schwangeren und der Zustand des Ungeborenen überwacht.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache der Blutung.
Die Prognose ist abhängig von der Ursache der Erkrankung. Blutungen in der Frühschwangerschaft sind in über der Hälfte aller Fälle harmlos.
Ab in die Arztpraxis. Auch wenn viele Blutungen in der Frühschwangerschaft harmlos sind – gehen Sie auf keinen Fall ein Risiko ein. Jede Blutung in der Schwangerschaft sollte ärztlich abgeklärt werden.
Blutungen nach dem Sex. In der Schwangerschaft ist der Muttermund stark durchblutet. Auch eine leichte Reizung beim Sex kann schon ausreichen, dass die Schleimhaut zu bluten beginnt. Eine solche Kontaktblutung ist aber in aller Regel harmlos und gefährdet das Baby nicht.
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