Gesundheit heute

Verschieben der Menstruation

Manchmal möchten Frauen ihre Monatsblutung um einige Tage nach vorne oder hinten verschieben, wenn eine wichtige Prüfung, ein Kurzurlaub oder Sportwettkampf ansteht. In Ausnahmefällen ist dies auch in Ordnung. Wer es allerdings häufiger tut, riskiert, seine hormonelle Situation völlig durcheinanderzubringen.

Vorverlegen der Menstruation: Einmalige Verkürzung des Menstruationszyklus durch Einnahme von Medikamenten. Zur Vorverlegung der Blutung verordnet der Frauenarzt die „Pille“. Die Einnahme der „Pille“ wird dann drei Tage vor dem gewünschten Blutungsbeginn abgesetzt. Frauen, die die „Pille“ bereits länger einnehmen, können sich diesen Zeitpunkt selbst ausrechnen.

Hinauszögern des Menstruationsbeginns: Einmalige Verlängerung des Menstruationszyklus durch Einnahme von Medikamenten. Verhütet die Frau nicht bereits mit der „Pille“, verordnet der Frauenarzt zur Verlängerung des Zyklus ein Gestagenpräparat (Progesteron). Bei einem 28-tägigen Zyklus wird das Präparat ab dem 22. Zyklustag täglich eingenommen und drei Tage vor dem gewünschten Blutungsbeginn wieder abgesetzt. Verhütet die Frau schon länger mit der „Pille“, muss sie die Einnahmephase um die entsprechende Zeit verlängern. Da die einzelnen „Pillen“ sehr unterschiedlich zusammengesetzt sind, sollte das Verschieben der Menstruation vorher mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Von: Dr. med. Astrid Waskowiak, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski

Aktuelle Beiträge zum Thema

  • Periode in den Herbst verschieben?
    Für ungestörten Strandurlaub

    Im Sommerurlaub kann die Periode ganz schön stören. Manche Frauen nehmen dann ihre Antibabypille durchgehend und lassen die Blutung so ausfallen. Doch wie riskant ist solch eine ...

    mehr
  • Kein Brustkrebs-Screening auslassen!
    Besserer Schutz

    Das Mammografie-Screening kann vor dem Tod durch Brustkrebs schützen. Und zwar besonders gut, wenn keine der regelmäßigen Untersuchungen ausgelassen wird. 37 078 Mal Brustkrebs...

    mehr
  • Was hilft durch die Wechseljahre?
    Hormone, Soja, Sport oder Yoga

    Die Wechseljahre verlaufen höchst unterschiedlich: Einige Frauen merken kaum etwas davon, andere leiden so stark unter Hitzewallungen und anderen Beschwerden, dass eine Behandlung...

    mehr
  • Blasenentzündung in der Badesaison
    Tipps für betroffene Frauen

    Für das weibliche Geschlecht entpuppt sich der Schwimmbadbesuch im Nachhinein nicht selten als schmerzhaft. Schuld daran sind häufig Blasenentzündungen. Wie sich Frauen und Mäd...

    mehr
  • HPV-Infektion auch ohne Sex
    Schon Kleinkinder tragen Erreger

    Mediziner aus Wien haben herausgefunden, dass Mädchen schon als Kleinkinder mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) infiziert sein können. Somit wird der Erreger nicht nur durch Ges...

    mehr
  • Krebstherapie ohne Folgen fürs Herz
    Entwarnung für Brustkrebspatientinnen

    Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigt, dass nach einer Strahlen- oder Chemotherapie langfristig keine Schäden am Herzen auftreten. Die medizinische Betreu...

    mehr