Gesundheit heute

Orthopädie und Unfallmedizin

Orthopädische Erkrankungen und Verletzungen

„Gerade erziehen“ lautet die wörtliche Übersetzung von Orthopädie, und etwas gerade zu richten ist tatsächlich Aufgabe des Orthopäden: sei es ein krummer Rücken, ein ausgekugeltes Ellenbogengelenk oder eine verkrümmte Hammerzehe. Damit gebrochene Knochen gerade zusammenwachsen, schient der Chirurg oder Orthopäde die verletzte Gliedmaße häufig mit einem Gipsverband. Die Methode hat Tradition: In prähistorischer Zeit verwendete man bereits Schienen im Verbund mit aushärtendem Lehm oder Ton. Den Gipsverband – so, wie wir ihn heute kennen – entwickelte ein Armeearzt im 19. Jahrhundert. Mehr als 150 Jahre lang blieb er im Wesentlichen unverändert, bis ihm in den letzten Jahrzehnten mit den modernen Kunststoffgipsen eine Konkurrenz erwuchs.
(Bild: Techniker Krankenkasse)
Krankheiten & Therapie: Orthopädie und Unfallmedizin
Notdienst oder Notaufnahme?

In der Notaufnahme gibt es oft lange Wartezeiten

Notdienst oder Notaufnahme?

Oft hilft der Bereitschaftsdienst

Bei akuten Schmerzen ist oft unklar: Ist die Notaufnahme das Richtige, oder reicht ein Besuch in einer Praxis? Die Telefonvermittlung 116117 hilft bei der Entscheidung.

Notdienst nicht immer bekannt

Eine aktuelle Studie zeigt: Patient*innen in der Notaufnahme sind meist wegen akuter Schmerzen oder Angst um die eigene Gesundheit dort – und viele kennen den ärztlichen Bereitschaftsdienst nicht. Nicht immer ist klar, ob die eigenen Beschwerden sofort behandelt werden müssen. Ein Teil der Patient*innen versucht deshalb vor dem Gang in die Notaufnahme die behandelnde Arztpraxis zu erreichen – doch manche erreichen dort niemanden. Was dann? Und was tun, wenn die Praxen bereits geschlossen haben, zum Beispiel am Wochenende?

116117 hilft bei der Einschätzung

In unklaren Fällen hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst. Dieser ist für dringende Fälle gedacht, die keine Notfälle sind. Der Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr über die Telefonnummer 116117 erreichbar. Patient*innen können dort ihre Beschwerden einstufen lassen. Reicht ein Besuch in der normalen Sprechstunde aus, kommt der ärztliche Bereitschaftsdienst zu Ihnen nach Hause oder handelt es sich doch um einen Notfall? Der Telefondienst vermittelt Patient*innen bei Bedarf an die Praxis, die gerade Bereitschafsdienst hat. Für manche Fachgebiete gibt es einen eigenen Notdienst, beispielsweise in der Augenheilkunde.

Vermittlung an Fachleute

Neben der telefonischen Beratung gibt es auch die Webseite www.116117.de sowie eine entsprechende App. Dort können Patient*innen im Patienten-Navi Online die Beschwerden einstufen lassen. Auf der Webseite finden Patient*innen neben einer allgemeinen Suche nach Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen auch jederzeit die zuständige Bereitschaftspraxis. Als weiterer Service hilft 116117 bei der Vermittlung von Terminen in Fachpraxen.

Quellen: Springer Nature Link, www.116117.de

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Westend61 / Sigrid Gombert

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