Gesundheit heute

Haut, Haare und Nägel

Erkrankungen von Haut, Haaren und Nägeln

Die Haut ist mit einer Fläche von zwei Quadratmetern unser größtes Sinnesorgan. Sie dient der Wahrnehmung von Temperatur, Schmerz und Druck sowie der Abwehr von Krankheitserregern und ist nicht zuletzt ein Zeichen für Gesundheit, Schönheit und Attraktivität. Wir kennen alle den besorgten Blick in den Spiegel, weil ein kleiner Pickel die Nase verunziert. Nun ist nicht jedes Hautproblem so vorübergehend und meist harmlos wie ein Pickel. Umso verständlicher, dass Menschen mit einer chronischen Hautkrankheit unter den medizinischen Folgen und der kosmetischen Beeinträchtigung sehr leiden.
(Bild: Juice Images Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Haut, Haare und Nägel
Mit dem Baby schwimmen

Mit dem Baby schwimmen

Löst Chlorwasser Asthma aus?

Der frühe Kontakt mit Wasser macht schon den Kleinsten Freunde, nimmt Ängste und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind. Dennoch könnte der Aufenthalt im gechlorten Wasser auch Nachteile haben. Die Fachwelt diskutiert, ob Babyschwimmen im Kindesalter Asthma begünstigt.

Asthma durch gereizte Schleimhäute?

Chlor sorgt dafür, dass sich in Schwimmbädern keine Keime ausbreiten. Gleichzeitig kann Chlor auch die Schleimhäute und Atemwege reizen. Das könnte möglicherweise bei kleinen Kindern ein Auslöser für Asthma sein – ein Risiko, das viele Eltern nicht eingehen möchten. Das Wissensportal medizin transparent ist nun der Frage nachgegangen: Wie hoch ist das Risiko tatsächlich? 

Widersprüchliche Studien

Viel gesichertes Wissen zum Thema Babyschwimmen und Asthma gibt es aktuell nicht. Nur zwei Studien erfüllen ausreichende Qualitätsstandards   – und diese beiden Studien widersprechen sich. In der ersten Studie wurden Eltern von älteren Jugendlichen befragt. In dieser Studie trat Asthma etwas häufiger bei den Kindern auf, die am Babyschwimmen teilgenommen hatten. In der zweiten Studie wurden Kleinkinder für zwei Jahre lang beobachtet. Einige Kinder entwickelten in dieser Zeit ein Asthma. Das Asthma trat bei Babyschwimmenden allerdings nicht häufiger auf als bei Nicht-Schwimmenden.

Keine Angst vor dem Schwimmbad

Das Fazit? Um die Frage wissenschaftliche zu beantworten, sind weitere Studien nötig. Immerhin scheint das Babyschwimmen kein starker Faktor für Asthma zu sein, denn dann wären die Studien wohl eindeutiger gewesen. Es gibt für Eltern also keinen Grund, auf das Babyschwimmen zu verzichten.

Quellen: medizin transparent 

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Westend61 / Rainer Dittrich

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