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Neurologie

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Kein anderes Organ fasziniert den Menschen so sehr wie das Gehirn. Diese graue Masse von 1 400 Gramm soll „den Menschen zum Menschen“ und einzigartig auf dieser Welt machen? Soll der Grund dafür sein, dass Männer anders ticken als Frauen und Pubertierende manchmal ganz aus dem Takt geraten? Worin unterscheiden sich die „grauen Zellen“ eines Albert Einstein oder Ludwig van Beethoven von den unsrigen? Auch die Vielfalt menschlicher Empfindungen wirft Fragen auf. Wie etwa können in so enger Nachbarschaft abgrundtiefer Hass und innigste Liebe gleichermaßen entstehen? Auch vermag kein anderes Organ den Menschen so scheinbar unverrückbar im Unglück zu fixieren wie das eigene Gehirn – man denke etwa an den ersten Liebeskummer. So wundert es nicht, dass Erkrankungen des Gehirns eine besondere Dimension haben. Jede von ihnen betrifft den Kern des Menschen.
(Bild: Blend Images Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Neurologie
Mit Creme gegen Jucken und Schmerz

Bei einem chronischen Handekzem ist der Juckreiz oft so stark, dass sich die Betroffenen die Hände blutig kratzen.

Mit Creme gegen Jucken und Schmerz

Chronisches Handekzem

Mit starkem Juckreiz und Schmerzen ist ein chronisches Handekzem sehr belastend für die Betroffenen. Eine 2024 zugelassene Creme lindert die Beschwerden innerhalb weniger Tage.

Herausforderung schweres Handekzem

Die Behandlung des chronischen Handekzems ist schwierig. Insbesondere in ausgeprägten Fällen nützen rückfettende und feuchtigkeitsspendende Pflege nur wenig. Sind Juckreiz und Schmerzen auch mit wirkstoffhaltigen Cremes (Kortison oder Calcineurininhibitoren) nicht zu beherrschen, werden meist Tabletten mit Retinoiden verordnet. Diese haben jedoch starke Nebenwirkungen - sie können z.B. Sehstörungen und Kopfschmerzen auslösen. Vor allem aber sind sie teratogen, d.h. sie führen beim Fötus zu schweren Missbildungen.

Wirkte schneller und besser als Retinoidtabletten

Seit kurzem gibt es für Menschen mit schwerem Handekzem jedoch eine vielversprechende neue Behandlungsmöglichkeit: den Januskinase-Hemmer Delgocitinib. Der Wirkstoff war als Creme in einer Studie mit 503 Patient*innen erfolgreicher als die Therapie mit Retinoidtabletten. Und zwar bei allen untersuchten Parametern. Das zwei Mal tägliche Auftragen von Delgoticinib-Creme linderte sowohl Schmerzen und Juckreiz schon nach einer Woche deutlich stärker als das Retinoid, wobei der Vorteil bis zum Studienende nach 12 Wochen anhielt. Überlegen war die Creme auch in puncto Lebensqualität.

Wirkstoffe, die auf die Haut aufgetragen werden, haben meist weniger Nebenwirkungen als solche, die geschluckt werden. Das zeigte sich auch in dieser Studie: Zu unerwünschten Wirkungen kam es unter der Creme nur bei 1,2 % der Behandelten. Bei denjenigen, die Retinoidtabletten einnahmen, waren dies acht Mal so viele.

Seit September zugelassen

Dass der Januskinase-Hemmer beim Handekzem so effektiv ist, liegt an seiner breiten Wirkung in den Zellen. Dort beeinflusst er verschiedene Signalwege, die für Entzündungsreaktionen in der Haut und die Hautbarriere verantwortlich sind.

Mitte September 2024 wurde Delgoticinib die EU-Zulassung erteilt. Eingesetzt werden darf die Creme bei erwachsenen Patient*innen mit schwerem chronischen Handekzem, bei denen eine Therapie mit Kortisoncremes nicht ausreicht oder nicht vertragen wird.

Quelle: Ärztezeitung

Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Quality Stock / Alamy / Alamy Stock Photos

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