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Neurologie

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Kein anderes Organ fasziniert den Menschen so sehr wie das Gehirn. Diese graue Masse von 1 400 Gramm soll „den Menschen zum Menschen“ und einzigartig auf dieser Welt machen? Soll der Grund dafür sein, dass Männer anders ticken als Frauen und Pubertierende manchmal ganz aus dem Takt geraten? Worin unterscheiden sich die „grauen Zellen“ eines Albert Einstein oder Ludwig van Beethoven von den unsrigen? Auch die Vielfalt menschlicher Empfindungen wirft Fragen auf. Wie etwa können in so enger Nachbarschaft abgrundtiefer Hass und innigste Liebe gleichermaßen entstehen? Auch vermag kein anderes Organ den Menschen so scheinbar unverrückbar im Unglück zu fixieren wie das eigene Gehirn – man denke etwa an den ersten Liebeskummer. So wundert es nicht, dass Erkrankungen des Gehirns eine besondere Dimension haben. Jede von ihnen betrifft den Kern des Menschen.
(Bild: Blend Images Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Neurologie
Wie Babys sicher schlafen

Ohne Kissen, Decken und Kuscheltiere im eigenen Bett - so sollten Babys schlafen.

Wie Babys sicher schlafen

Auch im Krankheitsfall

Wie schläft ein Baby am sichersten? Zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstodes (SIDS) gibt es dazu lang etablierte Regeln. Nur halten sich die Eltern nicht in jedem Fall daran, wie eine neue Studie zeigt.

Empfehlungen für sicheren Schlaf

Die Wahrscheinlichkeit für einen plötzlichen Kindstod ist in den letzten 30 Jahren in Deutschland sehr stark gesunken. Plötzlicher Kindstod heißt, dass ein augenscheinlich gesundes Baby plötzlich im Schlaf verstirbt. Im Jahr 2020 sind bundesweit 84 Fälle dokumentiert, 1991 waren es noch fast 1300. Der Rückgang liegt zu einem großen Teil an den Empfehlungen für einen sicheren Schlaf: Idealerweise sollen Säuglinge und Babys bis zum Alter von einem Jahr beispielsweise auf dem Rücken schlafen, ohne Decken, Kissen oder Kuscheltiere in einem Kinderbett und in einer rauchfreien Umgebung. Vom Schlafen in Seiten- oder Bauchlage, im Elternbett oder auf einem Sofa raten Fachleute dagegen ab.

Sonderfall Krankheit

Eine Studie der American Academy of Pediatrics hat nun untersucht: Wie gut halten sich Eltern an die Schlafempfehlungen, wenn ihr Baby krank ist?. Dazu wurden über 100 Eltern befragt.

Das Ergebnis: Schon vor einer Erkrankung halten sich Eltern nur zu einem geringen Teil an die Schlafempfehlungen für Babys – und noch schlechter sieht es aus, wenn die Kinder eine Krankheit durchmachten.

Gut gewollt ist nicht gut getan

Warum weichen Eltern von lange etablierten Empfehlungen ab? Die Gründe für diese Entscheidung sind zum Beispiel der Wunsch, das Kind näher bei sich zu haben oder ihm das Einschlafen zu erleichtern. Einige der Befragten gaben auch an, dass der Rat von Familienmitgliedern Einfluss auf ihre Entscheidung hatte.

Die Forschenden halten dies für äußerst bedenklich. Gerade kranke Kinder sind besonders gefährdet. Sie raten daher dringend dazu, sich auch im Krankheitsfall an die Schlafempfehlungen für Babys zu halten.

Nichts spricht dagegen, dass ein krankes Kind im elterlichen Schlafzimmer schläft – aber auch dann auf dem Rücken und ohne Decken und Kissen im eigenen Bett.

Quellen:

Von: Christine Sladky; Bild: mauritius images / Westend61 / Mareen Fischinger

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