Gesundheit heute

Schmerz- und Schlafmedizin

Schmerz- und Schlafmedizin

Schmerzen können das Leben zur Hölle machen. Eigentlich signalisieren sie drohende Gefahr und leiten Schutzreflexe ein. Sie haben aber die fatale Eigenschaft, sich zu verselbständigen, wenn unser Schmerzgedächtnis den Schmerz erinnert, auch wenn er im Moment nicht vorhanden ist. Schmerzmittel bringen dann meist nur mäßige Linderung und bergen erhebliche Risiken und Nebenwirkungen. Die moderne Schmerzmedizin packt deshalb das Übel bei der Wurzel: nämlich im Kopf. „Schmerzpatienten können ihre Schmerzen nicht nur lernen, sie können sie auch wieder verlernen“, so lautet ihre Grundthese. Schmerzen können auch den Schlaf rauben - daher veranlasst jeder Schlafmediziner einen diagnostischen Schlaf im Schlaflabor, wenn er hinter Schlafproblemen ernste organische Erkrankungen vermutet. Hierbei werden während einer ganzen Nacht Gehirnaktivitäten, Atemfrequenz, die Sauerstoffsättigung im Blut, Puls, EKG und die Muskelaktivität in den Beinen aufgezeichnet. Hinter sehr vielen Schlafproblemen stecken aber keine organischen, sondern psychische Störungen oder Dauerbelastungen. Schlaffördernde Medikamente treten für die Schlafmedizin daher zunehmend in den Hintergrund, während sich moderne Verhaltenstherapien immer weiter durchsetzen.
(Bild: Wavebreakmediamicrro/veer)
Krankheiten & Therapie: Schmerz- und Schlafmedizin
Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?

Regelmäßiges Training beugt dem Verlust von Muskulatur vor.

Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?

Überlegt abnehmen

Wer abnimmt, verliert nicht nur Fett. Der Gewichtsverlust geht oft auch mit einem Verlust an Muskelgewebe einher. Dieser Effekt scheint auch bei der Abnehmspritze ausgeprägt zu sein. 

Verlust an Muskelgewebe

Ob durch weniger Essen oder durch die Abnehmspritze: Wenn die Kilos auf der Waage weniger werden, liegt das leider nicht nur am schwindenden Fett. Schon lange ist bekannt, dass beim Abnehmen meist auch Muskeln verloren gehen – und zwar in nicht unerheblichem Ausmaß. 25 Prozent des verlorenen Gewichts sollten dabei aber nicht überschritten werden. Der Muskelabbau wird unter anderem begünstigt durch eine sehr rasche Gewichtsabnahme, ungünstige Ernährung und fehlende Bewegung.

Schwellenwert wird oft überschritten

Forschende wollten nun wissen: Wie stark ist der Effekt bei der Abnehmspritze (medizinisch: GLP-1-Agonisten)? Dazu werteten sie 36 Studien aus. Alle Teilnehmenden hatten durch die Abnehmspritze deutlich abgenommen. Rund 65 % verloren dabei auch mehr Muskelmasse als es der Schwellenwert empfiehlt – also deutlich mehr als 25 Prozent.
Ausreichend Muskulatur ist neben anderen gesundheitlichen Aspekten aber wichtig, um längerfristig ein niedrigeres Gewicht zu halten. Sinkt die Muskelmasse, sinkt nämlich auch der Grundumsatz – der Körper benötigt dann weniger Energie. Das bedeutet: Um das Gewicht zu halten oder weiter abzunehmen, darf in diesem Fall immer weniger gegessen werden.

Bewegung und ausreichend Eiweiß

Wer gegensteuern will, der sollte auch bei der Abnehmspritze begleitend auf viel Bewegung und eine gute Ernährung achten. Empfohlen wird, sich mindestens 5 mal pro Woche für eine Stunde zu bewegen. Auch sollten Abnehmwillige ausreichend Eiweiß aufnehmen. Grundsätzlich empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Erwachsenen, täglich 0,8 g Eiweiß pro kg Körpergewicht zu essen. Bei 60 kg Körpergewicht sind das beispielsweise 48 g Eiweiß am Tag. 

Quellen: Deutsches Ärzteblatt; Pharmazeutische Zeitung


Von: Sara Steer; Bild: mauritius images / Westend61 / SERGIO NIEVAS

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