Gesundheit heute

Schmerz- und Schlafmedizin

Schmerz- und Schlafmedizin

Schmerzen können das Leben zur Hölle machen. Eigentlich signalisieren sie drohende Gefahr und leiten Schutzreflexe ein. Sie haben aber die fatale Eigenschaft, sich zu verselbständigen, wenn unser Schmerzgedächtnis den Schmerz erinnert, auch wenn er im Moment nicht vorhanden ist. Schmerzmittel bringen dann meist nur mäßige Linderung und bergen erhebliche Risiken und Nebenwirkungen. Die moderne Schmerzmedizin packt deshalb das Übel bei der Wurzel: nämlich im Kopf. „Schmerzpatienten können ihre Schmerzen nicht nur lernen, sie können sie auch wieder verlernen“, so lautet ihre Grundthese. Schmerzen können auch den Schlaf rauben - daher veranlasst jeder Schlafmediziner einen diagnostischen Schlaf im Schlaflabor, wenn er hinter Schlafproblemen ernste organische Erkrankungen vermutet. Hierbei werden während einer ganzen Nacht Gehirnaktivitäten, Atemfrequenz, die Sauerstoffsättigung im Blut, Puls, EKG und die Muskelaktivität in den Beinen aufgezeichnet. Hinter sehr vielen Schlafproblemen stecken aber keine organischen, sondern psychische Störungen oder Dauerbelastungen. Schlaffördernde Medikamente treten für die Schlafmedizin daher zunehmend in den Hintergrund, während sich moderne Verhaltenstherapien immer weiter durchsetzen.
(Bild: Wavebreakmediamicrro/veer)
Krankheiten & Therapie: Schmerz- und Schlafmedizin
Schwangerschaft: Besser weniger sitzen

Weniger sitzen zahlt sich auch in der Schwangerschaft gesundheitlich aus.

Schwangerschaft: Besser weniger sitzen

Reduziert Risiken

Bewegung in der Schwangerschaft ist gesund – da sind sich Fachleute einig. Doch wie viel Anstrengung ist nötig, damit sich die Bewegung positiv auf die Schwangerschaft auswirkt?

Weniger Komplikationen durch Bewegung

Sport in der Schwangerschaft hat viele positive Effekte. Zum einen sorgt er dafür, dass Frauen in der Schwangerschaft nicht zu viel zu zunehmen. Darüber hinaus reduziert er die Wahrscheinlichkeit, dass Schwangerschaftskomplikationen wie Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes auftreten. Und auch gegen Rückenschmerzen ist Sport ein bewährtes Mittel.

Schritte, Sitzen, Gehen und Stehen

Eine Studie hat nun untersucht, ob auch Bewegung mit geringer Intensität dabei hilft, positive Effekte zu erreichen. Zur Bewegung mit geringer Intensität zählen bereits ganz einfache Aktivitäten wie Gehen und Stehen. Konkret wurde also bei 470 Schwangeren ab der 13. Schwangerschaftswoche erfasst: Wie viele Schritte legten die Schwangeren am Tag zurück? Saßen die Schwangeren mehr oder weniger als 60 Minuten am Stück? Wie oft gingen oder standen die Frauen?

Weniger Sitzen, weniger Komplikationen

Die erfassten Werte wurden dann mit dem Auftreten von Bluthochdruck, zu leichten Kindern bei der Geburt und Frühgeburten abgeglichen. Dabei zeigte sich: Bei Frauen mit kurzen Sitzzeiten traten die untersuchten Komplikationen nur halb so oft auf wie bei Frauen mit langen Sitzzeiten. Entsprechend galt das auch für Frauen, die mehr Zeit im Gehen und Stehen verbrachten.

Schon wenig kann helfen

Zusammengefasst legt die Studie nahe: Wer wenig sitzt und auf viele Schritte pro Tag kommt, hat ein geringeres Risiko für Schwangerschaftskomplikationen. Auch wer sich mit regelmäßigem Sport schwer tut, kann somit durch kleine Verhaltensänderungen im Alltag bereits einiges bewirken.

Quelle: www.frauenaerzte-im-netz.de

Von: Sara Steer; Bild: mauritius images / Westend61 / Mareen Fischinger

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