Gesundheit heute

Schmerz- und Schlafmedizin

Schmerz- und Schlafmedizin

Schmerzen können das Leben zur Hölle machen. Eigentlich signalisieren sie drohende Gefahr und leiten Schutzreflexe ein. Sie haben aber die fatale Eigenschaft, sich zu verselbständigen, wenn unser Schmerzgedächtnis den Schmerz erinnert, auch wenn er im Moment nicht vorhanden ist. Schmerzmittel bringen dann meist nur mäßige Linderung und bergen erhebliche Risiken und Nebenwirkungen. Die moderne Schmerzmedizin packt deshalb das Übel bei der Wurzel: nämlich im Kopf. „Schmerzpatienten können ihre Schmerzen nicht nur lernen, sie können sie auch wieder verlernen“, so lautet ihre Grundthese. Schmerzen können auch den Schlaf rauben - daher veranlasst jeder Schlafmediziner einen diagnostischen Schlaf im Schlaflabor, wenn er hinter Schlafproblemen ernste organische Erkrankungen vermutet. Hierbei werden während einer ganzen Nacht Gehirnaktivitäten, Atemfrequenz, die Sauerstoffsättigung im Blut, Puls, EKG und die Muskelaktivität in den Beinen aufgezeichnet. Hinter sehr vielen Schlafproblemen stecken aber keine organischen, sondern psychische Störungen oder Dauerbelastungen. Schlaffördernde Medikamente treten für die Schlafmedizin daher zunehmend in den Hintergrund, während sich moderne Verhaltenstherapien immer weiter durchsetzen.
(Bild: Wavebreakmediamicrro/veer)
Krankheiten & Therapie: Schmerz- und Schlafmedizin
Gesund baden

Nasse Kleidung begünstigt Infektionen

Gesund baden

Tipps für Frauen und Mädchen

Sommerzeit ist Badezeit. Doch gerade nasse Badekleidung begünstigt Infektionen. Einige Regeln helfen Frauen, vorzubeugen.

Rasch Kleidung wechseln

Warm, nass und feucht – diese Umgebung lieben Bakterien, denn unter diesen Bedingungen können sie sich optimal vermehren. Frauen und Mädchen, die nach dem Baden längere Zeit die nasse Badekleidung anbehalten, können sich so Infektionen der Blase oder der Vagina einfangen. Wer nach dem Baden schnell in trockene Kleidung wechselt, verringert das Risiko für Infektionen deutlich. Das gleiche gilt auch während der Menstruation:  Tampons sollten nach dem Baden gewechselt werden, denn auch hier können Infektionen entstehen. Ansonsten ist das Baden während der Menstruation aber unbedenklich.

Regelmäßig Abduschen

Grundsätzlich ist nach dem Baden auch ein Abduschen sinnvoll – egal, ob man im Meer, Badesee oder in Chlorwasser gebadet hat. Gerade für den Intimbereich reicht ein Abduschen mit klarem Wasser aus. Duschgels und Reinigungsmittel stören die natürliche Schutzbarriere der Haut im Intimbereich und können Reizungen auslösen. 

Baden in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft baden ist normalerweise kein Problem – im Gegenteil: Schwimmen hilft bei vielen Beschwerden wie Rückenschmerzen. Für Schwangere gibt es allerdings einige Hinweise: 

  • Bei verkürztem Gebärmutterhals, vorzeitigem Blasensprung oder Schwäche des Muttermundes besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.
  • Bei Schwindel oder Kreislaufproblemen Vorsicht walten lassen. Gerade bei Wärme und Hitze ist es wichtig, den Körper nicht zu überlasten. 
  • Harnwegsinfekte in der Schwangerschaft können einen vorzeitigen Blasensprung auslösen. Das Wechseln nasser Kleidung ist hier besonders wichtig. 

Achtung bei Blaualgen

Für Schwangere auch wichtig zu wissen: Gerade in warmen Sommermonaten können sich Blaualgen (Cyanobakterien) in Gewässern bilden. Diese können Reizungen von Haut und Schleimhaut auslösen – das gilt besonders bei Schwangeren. Offizielle Badestellen werden regelmäßig auf Blaualgen kontrolliert. Wenn sich diese vermehren, gibt es eine Warnmeldung vor Blaualgen. Diese Warnung hilft, das Infektionsrisiko einzuschätzen. 

Quelle: Frauenärzte im Netz 

Von: Dr. med Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Westend61 / Frederik Franz

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