Gesundheit heute

Schmerz- und Schlafmedizin

Schmerz- und Schlafmedizin

Schmerzen können das Leben zur Hölle machen. Eigentlich signalisieren sie drohende Gefahr und leiten Schutzreflexe ein. Sie haben aber die fatale Eigenschaft, sich zu verselbständigen, wenn unser Schmerzgedächtnis den Schmerz erinnert, auch wenn er im Moment nicht vorhanden ist. Schmerzmittel bringen dann meist nur mäßige Linderung und bergen erhebliche Risiken und Nebenwirkungen. Die moderne Schmerzmedizin packt deshalb das Übel bei der Wurzel: nämlich im Kopf. „Schmerzpatienten können ihre Schmerzen nicht nur lernen, sie können sie auch wieder verlernen“, so lautet ihre Grundthese. Schmerzen können auch den Schlaf rauben - daher veranlasst jeder Schlafmediziner einen diagnostischen Schlaf im Schlaflabor, wenn er hinter Schlafproblemen ernste organische Erkrankungen vermutet. Hierbei werden während einer ganzen Nacht Gehirnaktivitäten, Atemfrequenz, die Sauerstoffsättigung im Blut, Puls, EKG und die Muskelaktivität in den Beinen aufgezeichnet. Hinter sehr vielen Schlafproblemen stecken aber keine organischen, sondern psychische Störungen oder Dauerbelastungen. Schlaffördernde Medikamente treten für die Schlafmedizin daher zunehmend in den Hintergrund, während sich moderne Verhaltenstherapien immer weiter durchsetzen.
(Bild: Wavebreakmediamicrro/veer)
Krankheiten & Therapie: Schmerz- und Schlafmedizin
Verhütung im Urlaub

Urlaub bringt den gewohnten Tagesablauf durcheinander

Verhütung im Urlaub

Was ist anders?

Urlaub geht oft mit warmen Temperaturen und Zeitverschiebungen einher. Was bedeutet das für die Verhütung?

Veränderter Rhytmus

Wer verreist, hat oft einen anderen Tagesablauf als zu Hause. Längere Abende und Schlafmangel durch Flüge oder Zeitverschiebung bringen den gewohnten Rhythmus durcheinander. Auch die Ernährung ändert sich häufig durch landestypische Gerichte. Und nicht wenige fahren zum Urlaub in den Süden, wo höhere Temperaturen herrschen als in der Heimat.

Verhütung planen

Durch diese Veränderungen kann die Verhütung komplizierter werden – vor allem bei der Pille. Das hat unterschiedliche Gründe:

  • Andere Einnahmezeiten: Vor allem bei größerer Zeitverschiebung und anderen Tagesabläufen muss die Einnahmezeit der Pille angepasst werden. Frauen sollten daher vorher der Reise prüfen, welche Einnahmeabstände bei ihrer jeweiligen Pille erlaubt sind. Diese Information stehen in der Packungsbeilage. Ein neuer Einnahmeplan hilft, die veränderten Zeiten auch einzuhalten. 
  • Ernährung: Nicht immer kommt der Körper mit den ungewohnten Nahrungsmitteln klar. Wer mit der Pille verhütet, muss bei Durchfall und Erbrechen aufpassen. Denn die Pille kann dadurch die Wirkung verlieren. Das gilt vor allem bei Durchfall, der länger anhält – oder wenn wenige Stunden nach der Einnahme der Pille erbrochen wurde.
  • Lagerung: Bei Hitze über 30 Grad oder durch direkte Sonnenstrahlung können Pillen und auch Kondome ihre Wirkung verlieren. Diese Temperaturen sind vor allem im Auto schnell erreicht. Pille und Kondom sollte daher nicht länger als unbedingt notwendig im Auto aufbewahrt werden, sondern am besten an einem kühleren, lichtgeschützten Ort. Für Kondome gilt zusätzlich, dass diese vor Beschädigungen geschützt werden müssen. 

Basaltemperatur verändert

Auch bei natürlichen Verhütungsmethoden wie der symptothermalen Methode gibt es im Urlaub einiges zu beachten. Neben veränderten Messzeiten beeinflussen weitere Faktoren die Messung und Auswertung. So kann sich die Basaltemperatur durch kurzen oder gestörten Schlaf ändern, aber auch durch Alkoholkonsum, Stress oder Klimawechsel. Wenn sich das fruchtbare Zeitfenster nicht mehr richtig bestimmen lässt, sollten Frauen ohne Kinderwunsch zusätzlich mit anderen Methoden wie einem Kondom verhüten. 

Quelle: Frauenärzte im Netz

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Cavan Images, Cavan Images / Alamy / Alamy Stock Photos

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