Gesundheit heute

Frauenkrankheiten

Frauenkrankheiten

Der weibliche Organismus ist von der Natur dazu bestimmt, in der fruchtbaren Lebensphase der Frau neues Leben zu ermöglichen – von der Reifung der Eizellen, dem Wachstum der Frucht in der Gebärmutter, der Geburt bis zur Ernährung des Neugeborenen in den ersten Monaten. Die damit betrauten Organe – von den Eierstöcken bis zu den Brüsten – definieren aber nicht nur die „reproduktive Gesundheit“, wie die Mediziner es nennen, sondern auch das Selbstgefühl einer Frau insgesamt. Bei Frauenkrankheiten sind deshalb die psychischen Folgen oft besonders groß. Umgekehrt können psychische Faktoren Störungen rund um die Geschlechtsorgane und die Sexualität auslösen. Ein intaktes Vertrauensverhältnis zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin ist besonders wichtig, um alle Fragen offen besprechen zu können, die sich stellen, wenn Frauenleiden die Lebensqualität beeinträchtigen.
(Bild: Blend Images Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Frauenkrankheiten
Mit Omega-3 gegen Akne?

Unreine Haut? Möglicherweise hilft eine Umstellung der Ernährung.

Mit Omega-3 gegen Akne?

Ernährung bei schlechter Haut

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Wie gesund sie ist, hängt von äußeren und inneren Einflüssen ab – unter anderem der Ernährung. Eine kleine Studie hat nun untersucht, ob sich eine mediterrane Diät und Omega-3-Fettsäuren positiv auf Akne auswirken.

16 Wochen lang mediterrane Diät

Ungesundes Essen und schlechte Haut – das ist ein Zusammenhang, dem viele Menschen intuitiv zustimmen würden. Aber stimmt das auch? Und was genau sollte man essen, wenn man unter Akne leidet? Dieser Fragestellung haben sich Forschende der LMU München genähert. Sie vermuten, dass sich eine Mittelmeerdiät und Omega-3-Fettsäuren positiv auf Akne auswirken und die entzündlichen Veränderungen reduzieren. Eine kleine Studie mit 60 Teilnehmenden sollte diese Theorie untermauern. 16 Wochen lang sollten die Studienteilnehmer*innen deswegen ihren Speiseplan ändern.

Viel Hülsenfrüchte, wenig Fleisch

Die vorgegebene mediterrane Diät zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten aus. Der Fleisch-, Fisch- und Milchanteil ist gering. Zusätzlich erhielten die Teilnehmer*innen Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren. Auch diese könnten durch ihre antientzündlichen Eigenschaften das Hautbild sichtbar verbessern, vermuteten die Forschenden. Im Verlauf der Studie wurde dann zu mehreren Zeitpunkten der Omega-3-Spiegel im Blut bestimmt und das Aussehen der Haut beurteilt.

Mehr Omega-3-Fettsäuren im Blut

Tatsächlich ließen sich beide Kriterien durch die Ernährungstherapie verbessern: Der vorher teils zu niedrige Anteil an Omega-3-Fettsäuren im Blut war nach der Studie höher und auch das Hautbild zeigte weniger Auffälligkeiten. Die Forschenden schlussfolgern daraus, dass die Ernährungsumstellung und Omega-3-Fettsäuren in der Therapie gegen Akne noch mehr Anwendung finden sollten. Die kleine Studie hat allerdings auch Defizite: So waren fast alle Teilnehmenden weiblich. Außerdem gab es keine Placebo-Gruppe – also Patient*innen, deren Krankheitsverlauf ohne die Therapie dokumentiert wurde.

Quelle:aerzteblatt.de

Von: Sara Steer; Bild: mauritius images / Tatjana Meininger / Alamy / Alamy Stock Photos

Aktuelle Beiträge zum Thema

  • Was kann der Reishi-Pilz?
    Vom Baum in die Kapsel

    Immer wieder geistern neue Ernährungstrends durch das Internet. Momentan ist der Reishi-Pilz in aller Munde. Als Pulver oder Extrakt soll er z. B. den Blutzucker bei Diabetes…

    mehr

  • Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko
    Baby an die Brust!

    Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.

    Daten von…

    mehr

  • Was man zu B12-Mangel wissen sollte
    Mehr als schlapp und müde

    Ein Vitamin-B12-Mangel betrifft nur Menschen, die sich vegan ernähren? Und mit einem Präparat aus dem Supermarkt ist schnell wieder alles in Ordnung? Hier sind Fakten, die Schluss…

    mehr

  • Sport gegen Depression?
    Bewegung scheint zu helfen

    Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?

    Viele Studien ausgewertet

    Die Wissensplattform medizin…

    mehr

  • Gichttherapie schützt das Herz
    Runter mit der Harnsäure!

    Wer seine Gicht-Medikamente regelmäßig einnimmt, profitiert doppelt. Denn niedrige Harnsäurewerte schützen nicht nur vor einem schmerzhaften Gichtanfall. Auch die Gefahr für…

    mehr

  • Hormon und Kuscheln heilt Wunden
    Liebe ist die beste Medizin

    Bisher werden Verletzungen mit Verbänden oder Wundspray behandelt. Steht demnächst vielleicht auch Oxytocin plus Kuscheln auf dem Rezept? Die Kombination soll Wunden schneller…

    mehr