Gesundheit heute

Frauenkrankheiten

Frauenkrankheiten

Der weibliche Organismus ist von der Natur dazu bestimmt, in der fruchtbaren Lebensphase der Frau neues Leben zu ermöglichen – von der Reifung der Eizellen, dem Wachstum der Frucht in der Gebärmutter, der Geburt bis zur Ernährung des Neugeborenen in den ersten Monaten. Die damit betrauten Organe – von den Eierstöcken bis zu den Brüsten – definieren aber nicht nur die „reproduktive Gesundheit“, wie die Mediziner es nennen, sondern auch das Selbstgefühl einer Frau insgesamt. Bei Frauenkrankheiten sind deshalb die psychischen Folgen oft besonders groß. Umgekehrt können psychische Faktoren Störungen rund um die Geschlechtsorgane und die Sexualität auslösen. Ein intaktes Vertrauensverhältnis zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin ist besonders wichtig, um alle Fragen offen besprechen zu können, die sich stellen, wenn Frauenleiden die Lebensqualität beeinträchtigen.
(Bild: Blend Images Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Frauenkrankheiten
Sport gegen Depression?

Sport kann bei Depressionen helfen.

Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?

Viele Studien ausgewertet

Die Wissensplattform medizin transparent hat die Wirkung von Sport bei Depressionen geprüft. Dafür wurde eine große Übersichtsarbeit ausgewertet, in die über 70 einzelne Studien eingegangen sind. Insgesamt hatten die Studien knapp 3.000 Teilnehmende. In den einzelnen Studien wurden die Teilnehmenden gefragt, ob sich die depressiven Symptome bei regelmäßiger Bewegung verbessern. Diese Wirkung wurde dann verglichen, entweder mit einer Psychotherapie, mit Antidepressiva oder mit gar keiner Behandlung.

Wirkung wie Therapie

Die gute Nachricht: Sport scheint bei Depression zu wirken. Und zwar ähnlich stark wie eine Therapie mit Antidepressiva oder eine Psychotherapie. Welche Art von Sport am besten wirkt, lässt sich allerdings nicht sagen. Die Sportarten waren von Studie zu Studie zu verschieden und umfassten etwa Krafttraining, Heimtrainer, Radfahren, Tanzen oder Spazierengehen. Die Sportarten wurden dabei nicht untereinander verglichen. Es wurde auch nicht untersucht, ob Sport bei schweren Depressionen wirkt. Diese gelten als äußert schwierig behandelbar.

Therapie kombinieren

Was bei einer leichten bis mittelschweren Depression am besten hilft, ist individuell sehr unterschiedlich. Manchen helfen Medikamente besser, anderen Gespräche. Bewährt hat sich auch eine Kombination aus Psychotherapie und Antidepressiva. Regelmäßiger Sport scheint tatsächlich ein weiterer Baustein zur Vorbeugung oder Behandlung einer Depression zu sein. Und wenn Sport alleine nicht hilft, ist er eine gute Ergänzung zur medizinischen Behandlung.

Quelle: Medizin transparent

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Cavan Images / Ben Girardi

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