Gesundheit heute

Frauenkrankheiten

Frauenkrankheiten

Der weibliche Organismus ist von der Natur dazu bestimmt, in der fruchtbaren Lebensphase der Frau neues Leben zu ermöglichen – von der Reifung der Eizellen, dem Wachstum der Frucht in der Gebärmutter, der Geburt bis zur Ernährung des Neugeborenen in den ersten Monaten. Die damit betrauten Organe – von den Eierstöcken bis zu den Brüsten – definieren aber nicht nur die „reproduktive Gesundheit“, wie die Mediziner es nennen, sondern auch das Selbstgefühl einer Frau insgesamt. Bei Frauenkrankheiten sind deshalb die psychischen Folgen oft besonders groß. Umgekehrt können psychische Faktoren Störungen rund um die Geschlechtsorgane und die Sexualität auslösen. Ein intaktes Vertrauensverhältnis zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin ist besonders wichtig, um alle Fragen offen besprechen zu können, die sich stellen, wenn Frauenleiden die Lebensqualität beeinträchtigen.
(Bild: Blend Images Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Frauenkrankheiten
Unterschätztes Krebsrisiko

Beratung über das Krebsrisiko erfolgt oft in der Arztpraxis

Unterschätztes Krebsrisiko

Häufiger als gedacht

Fast jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Doch nur wenige halten ihr eigenes Risiko für hoch. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Jede*r Zweite betroffen

Wie ist das Wissen über Krebs in der Bevölkerung? Das wollten Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) genauer wissen. Sie haben deshalb über 1500 Menschen zu verschiedenen Aspekten von Krebs befragt. Besonders auffällig: Nur 12 % der Befragten halten ihr persönliches Krebsrisiko für eher hoch oder sehr hoch. Tatsächlich erkrankt aber fast jede zweite Person im Laufe ihres Lebens an Krebs. 

Früherkennung wenig genutzt

Auch ihr eigenes Verhalten schätzten viele Befragte zu positiv ein: Zwei Drittel bescheinigten sich selbst eine gesunde oder sehr gesunde Lebensweise. Und das, obwohl ein erheblicher Teil von Bewegungsmangel, Übergewicht oder regelmäßigem Tabak- und Alkoholkonsum berichtete – alles Risikofaktoren für Krebs. Auch Angebote zur Früherkennung bleiben oft ungenutzt: Nur 42 % nehmen sie regelmäßig wahr, 23 % ab und zu. Als Gründe nannten die Befragten ein gering empfundenes Krebsrisiko, aber auch fehlende Motivation, Informationsmängel oder Angst vor der Untersuchung. 

Mehr Beratung gewünscht

Zentral sind gute Informationen: Fühlten sich Befragte besser informiert, dann nutzten sie auch eher Angebote zur Früherkennung. Doch hier besteht Nachholbedarf, denn etwa zwei von drei Befragten wünschten sich mehr Informationen oder bessere Beratung. Doch Informationen allein reichen noch nicht aus, um sich gesünder zu verhalten oder Prävention wahrzunehmen. Entscheidend sei vielmehr, den Bezug zum eigenen Risiko und zum eigenen Verhalten herzustellen, betont die Autorin der Studie. Als wichtigste Informationsquelle dienten zumeist die Arztpraxen. Möchten sich Personen besser über das eigene Krebsrisiko informieren, dann sprechen sie das Thema am besten beim nächsten Besuch in der Arztpraxis an. 

Quelle: Ärzteblatt 

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Westend61 / Hanno Keppel

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