Gesundheit heute

Männerkrankheiten

Männerkrankheiten

Konzentriert und kraftvoll leben, mit Energie an die Aufgaben herangehen und die beruflichen wie privaten Ziele immer im Auge behalten – das ist das Bild, das viele Männer von sich haben. Aber jeder weiß auch – das Leben ist nicht immer so. Über Männerkrankheiten wird viel weniger gesprochen als über Frauenleiden. Manchmal tun sich Männer schwer, über Beschwerden und Krankheiten zu reden. Erst recht dann, wenn es um ihre „Männlichkeit“ geht. Das ist unnötig – die Urologie hat große Fortschritte gemacht, und etliche, früher unheilbare Erkrankungen sind heute gezielt und nebenwirkungsarm behandelbar. Und selbst wenn es „nur“ um die Lebensqualität bei den sexuellen Funktionen geht, bietet die Medizin heute viel mehr als obskure Pulver und drakonische Therapien mit dem Skalpell.
(Bild: SeanPrior/clipdealer)
Krankheiten & Therapie: Männerkrankheiten
Finger weg von Lachgas!

Lachgas lässt sich ganz einfach aus Kartuschen gewinnen, die legal verkauft werden. Zum Konsumieren wird das Gas in Luftballons umgefüllt.

Finger weg von Lachgas!

Nervenschäden möglich

In kleine bunte Ballons verpackt kommt Lachgas erst einmal recht harmlos daher. Außerdem ist es günstig, leicht zu beschaffen und legal – alles Eigenschaften, die es als Partydroge bei Jugendlichen sehr beliebt macht. Doch wie bei jeder Droge drohen auch bei Lachgas ernste gesundheitliche Folgen.

Entspannung und Euphorie für wenige Minuten

Lachgas hat sowohl in der Medizin als auch im Alltag einen festen Platz. Als Narkosemittel wirkt es betäubend und schmerzlindernd, im Haushalt dient es in Form von Kartuschen zum Aufschäumen von Schlagsahne. Beim vielseitig einsetzbaren Lachgas handelt es sich um ein Gemisch aus Stickstoff und Sauerstoff. Wird es eingeatmet, gelangt es über die Lungen ins Blut. Von dort aus wird es zu Gehirn und Nerven transportiert und verursacht rasch ein Gefühl von Entspannung und Euphorie. Der Kick ist nach wenigen Minuten wieder vorbei.

In bunte Ballons verpackt

Wegen der euphorisierenden Wirkung ist Lachgas bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Partydroge beliebt. Erhebungen zeigen, dass 10 bis 20 % der Jugendlichen es schon einmal ausprobiert haben. Das Lachgas wird gewonnen, in dem Kartuschen aus dem Einzelhandel geknackt und das Gas in bunte Ballons gefüllt wird. Über diese wird es dann verteilt und konsumiert.
Lachgas ist nicht illegal, für Minderjährige ist sein Erwerb ab April 2026 aber verboten. Auf den ersten Blick wirkt Lachgas erst einmal recht harmlos. Das Gas sollte aber nicht unterschätzt werden: Immerhin greift es in den Stoffwechsel der Nervenzellen ein. Während akute Vergiftungen selten sind, vermuten Expert*innen bei häufigem und längerfristigem Konsum Schäden an Nerven und Gehirn. Ein Grund dafür ist, dass die Verwertung von Vitamin B12 gestört wird – das ist aber entscheidend für die Nervenfunktion.

Nervenschäden und psychische Abhängigkeit

Konsument*innen, die anhaltendes Kribbeln in Körperteilen spüren oder bei denen es zu Muskelschwäche oder sogar Lähmungen kommt, sollten also alarmiert sein. Möglicherweise erhöht sich durch das Lachgas auch das Risiko von Herzinfarkten und Thrombosen. Und nicht zuletzt kann das Lachgas auch psychisch abhängig machen, weil die Konsument*innen die Entspannung und Euphorie immer wieder erleben möchten.

Quellen:

Von: Sara Steer; Bild: mauritius images / Lenscap / Alamy / Alamy Stock Photos

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