Gesundheit heute

Geburt und Stillzeit

Das Glück und die Dankbarkeit, nach überstandener Geburt das neue Leben in Händen halten zu dürfen, seine Wärme und seinen Atem zu spüren, gehört zu den stärksten Gefühlen des Menschen überhaupt. Dementsprechend ist auch der Prozess des Gebärens etwas ganz Besonderes und eine mit nichts zu vergleichende Erfahrung für Mutter und Vater. Zugleich jedoch ist die Geburt die komplikationsreichste und gefährlichste Phase im Leben überhaupt. Deswegen wollen Hebammen und Geburtshelfer einerseits den natürlichen Geburtsverlauf so wenig wie möglich stören, auf der anderen Seite aber müssen sie Mutter und Kind kontinuierlich beobachten und rechtzeitig eingreifen, wenn es die Situation erfordert. Was diese dabei alles wissen und beachten müssen, und was man selbst tun kann, um die Geburt so positiv wie möglich zu erleben, erfahren Sie in diesem Kapitel.
Bildquelle: Nina Buday/Shutterstock.com
Eltern und Kind: Geburt und Stillzeit
Statine zur Vorbeugung

Viele ältere Menschen nehmen Statine vorbeugend ein.

Statine zur Vorbeugung

Im Alter keine Vorteile

Statine senken den Cholesterinspiegel und beugen so Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Viele Menschen nehmen sie über Jahre ein. Doch macht die Einnahme auch im höheren Alter immer Sinn?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen

Gründe für die Einnahme von Statinen gibt es viele. Bei Menschen, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, sollen sie ein erneutes Ereignis verhindern. Bei anderen sollen sie einer ersten Herz-Kreislauf-Erkrankung vorbeugen – etwa, wenn erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck oder Diabetes vorliegen. Fachleute sprechen dann von Primärprävention.

Lieber absetzen?

Prinzipiell ist die Wirkung von Statinen gut belegt – vor allem, wenn sie längerfristig eingenommen werden. Bei älteren Menschen ist der Einnahmezeitraum oft kürzer. Ob bei ihnen eine rein vorbeugende Einnahme etwas bringt, ist deshalb unklar. Gleichzeitig nehmen ältere Menschen oft viele Medikamente ein, was das Risiko für Nebenwirkungen und Wechselwirkungen erhöht. Ein Forschungsteam aus Bordeaux ist daher der Frage nachgegangen: Können über 75-Jährige ihr Statin absetzen, ohne dass es ihnen schadet?

Drei Jahre beobachtet

An der Studie nahmen über 1.000 Patient*innen teil. Alle waren mindestens 75 Jahre alt, hatten noch nie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung und nahmen seit mindestens einem Jahr ein Statin zur Vorbeugung ein. Per Zufall wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe nahm das Statin weiter ein, die andere setzte es ab. Anschließend wurden alle drei Jahre lang beobachtet.

Kein Schutz bei Älteren

Nach Studienende zeigte sich: In beiden Gruppen traten Herz-Kreislauferkrankungen und Todesfälle in etwa gleich häufig auf. Bei über 75-Jährigen hatten Statine zur Primärprävention also keine Schutzwirkung. Die Forschenden konnten allerdings auch keine Vorteile durch das Absetzen feststellen. Die Lebensqualität war in beiden Gruppen gleich, auch in Hinsicht auf Nebenwirkungen zeigten sich keine Unterschiede. Die Autor*innen der Studie weisen deshalb darauf hin, dass aus der Studie keine grundsätzliche Aussage für das Für und Wider von Statinen im Alter geschlossen werden könne. Stattdessen sei eine Entscheidung für oder gegen das Medikament immer eine Abwägung im Einzelfall. 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt


Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Sergii Gnatiuk / Alamy / Alamy Stock Photos

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