Gesundheit heute

Laborwerte

Was früher im Hinterzimmer der Arztpraxis und im Keller des Krankenhauses nebenbei von Arzthelfer*innen, MTAs (medizinisch-technische Assistenten) und Krankenpfleger*innen erledigt wurde, ist zu einer hoch automatisierten High-Tech-Branche geworden, in der Großlabore Zehntausende Proben verarbeiten. Der medizinisch-technische Fortschritt hat jedoch nicht nur die Arbeitsprozesse rationalisiert, sondern den Ärzt*innen auch viele neue Messwerte beschert, die teilweise aber in ihrer Nutzenbewertung umstritten sind.
Bildquelle: Likoper/Shutterstock.com
Gesund leben: Laborwerte
Abnehmen mit Protein

Viel Protein hilft nicht beim Abnehmen

Abnehmen mit Protein

Realität oder Mythos?

Tipps zum Abnehmen gibt es viele. Einem neuen Internet-Trend zufolge sollen Proteine helfen.  Stimmt´s?

Einfluss auf Sättigung


Mit Proteinen abnehmen – das empfehlen viele Influencer*innen im Internet. Die Idee: Proteine in der Nahrung sollen stärker sättigen als Kohlenhydrate. Und wenn der Hunger ausbleibt, würden Menschen weniger essen. Doch was sagt die Wissenschaft dazu?

Proteine helfen nicht


Die Plattform medizin transparent hat wissenschaftliche Studien mit mehreren tausend Teilnehmenden zu dem Thema ausgewertet. In diesen Studien hat sich eine Gruppe stark proteinhaltig ernährt, die Vergleichsgruppe nicht. Ein halbes bis eineinhalb Jahre später wurde geprüft, wie stark die Teilnehmenden abgenommen hatten. Ob proteinreiche oder normale Ernährung: In beiden Gruppen wurde in etwa gleich viel abgenommen. Proteine scheinen also nicht beim Abnehmen zu helfen. Zumindest für Menschen mit Nierenprobleme könnte eine Protein-Diät auch nachteilig sein. Denn beim Abbau von Protein entsteht Harnstoff, der die Nieren belasten kann.

Bewusst ernähren

Wer abnehmen möchte, bleibt am besten bei den bekannten Verfahren. Gut funktioniert eine Kombination aus mehr Bewegung und einer bewussteren Ernährung. Natürlich hilft es, einfach weniger Kalorien zu essen. Aber auch die Auswahl der Nahrungsmittel hat einen großen Einfluss. Wer häufiger Softdrinks oder unverdünnten Saft trinkt oder viel Fertignahrungsmittel isst, profitiert sehr stark davon, weniger von diesen Nahrungsmitteln zu konsumieren.

 Quelle: medizin transparent 

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Westend61 / Frank Röder

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