Gesundheit heute

Ernährungsmedizin

Man ist, was man isst. Doch: Was soll man essen? Und wie viel davon? Und wann? Die Antworten sind nicht einfach. Schließlich können Menschen sowohl in der gemüsefreien Arktis als auch in der kargen Sahelzone mit den vor Ort verfügbaren Nahrungsmitteln überleben. Der alteingesessene Bayer, der von Kindesbeinen an am liebsten Schweinebraten mit Knödeln verzehrt, leidet unter Umständen ebenso wenig unter Mangelerscheinungen wie der dogmatische Rohkostfan, dessen Speisekarte vor allem aus Obst und Gemüse besteht. Was die Ernährung angeht, scheint der Mensch also sehr flexibel zu sein. Oft geht es um den von Paracelsus festgeschriebenen Grundsatz: Die Dosis macht das Gift. Simple Erklärungen hat die Ernährungsmedizin trotzdem nicht zu bieten – in welche Richtung der Weg geht, weiß sie aber sehr wohl.
Bildquelle: j.chizhe/Shutterstock.com
Gesund leben: Ernährungsmedizin
Mit Omega-3 gegen Akne?

Unreine Haut? Möglicherweise hilft eine Umstellung der Ernährung.

Mit Omega-3 gegen Akne?

Ernährung bei schlechter Haut

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Wie gesund sie ist, hängt von äußeren und inneren Einflüssen ab – unter anderem der Ernährung. Eine kleine Studie hat nun untersucht, ob sich eine mediterrane Diät und Omega-3-Fettsäuren positiv auf Akne auswirken.

16 Wochen lang mediterrane Diät

Ungesundes Essen und schlechte Haut – das ist ein Zusammenhang, dem viele Menschen intuitiv zustimmen würden. Aber stimmt das auch? Und was genau sollte man essen, wenn man unter Akne leidet? Dieser Fragestellung haben sich Forschende der LMU München genähert. Sie vermuten, dass sich eine Mittelmeerdiät und Omega-3-Fettsäuren positiv auf Akne auswirken und die entzündlichen Veränderungen reduzieren. Eine kleine Studie mit 60 Teilnehmenden sollte diese Theorie untermauern. 16 Wochen lang sollten die Studienteilnehmer*innen deswegen ihren Speiseplan ändern.

Viel Hülsenfrüchte, wenig Fleisch

Die vorgegebene mediterrane Diät zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten aus. Der Fleisch-, Fisch- und Milchanteil ist gering. Zusätzlich erhielten die Teilnehmer*innen Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren. Auch diese könnten durch ihre antientzündlichen Eigenschaften das Hautbild sichtbar verbessern, vermuteten die Forschenden. Im Verlauf der Studie wurde dann zu mehreren Zeitpunkten der Omega-3-Spiegel im Blut bestimmt und das Aussehen der Haut beurteilt.

Mehr Omega-3-Fettsäuren im Blut

Tatsächlich ließen sich beide Kriterien durch die Ernährungstherapie verbessern: Der vorher teils zu niedrige Anteil an Omega-3-Fettsäuren im Blut war nach der Studie höher und auch das Hautbild zeigte weniger Auffälligkeiten. Die Forschenden schlussfolgern daraus, dass die Ernährungsumstellung und Omega-3-Fettsäuren in der Therapie gegen Akne noch mehr Anwendung finden sollten. Die kleine Studie hat allerdings auch Defizite: So waren fast alle Teilnehmenden weiblich. Außerdem gab es keine Placebo-Gruppe – also Patient*innen, deren Krankheitsverlauf ohne die Therapie dokumentiert wurde.

Quelle:aerzteblatt.de

Von: Sara Steer; Bild: mauritius images / Tatjana Meininger / Alamy / Alamy Stock Photos

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