Gesundheit heute

Ernährungsmedizin

Man ist, was man isst. Doch: Was soll man essen? Und wie viel davon? Und wann? Die Antworten sind nicht einfach. Schließlich können Menschen sowohl in der gemüsefreien Arktis als auch in der kargen Sahelzone mit den vor Ort verfügbaren Nahrungsmitteln überleben. Der alteingesessene Bayer, der von Kindesbeinen an am liebsten Schweinebraten mit Knödeln verzehrt, leidet unter Umständen ebenso wenig unter Mangelerscheinungen wie der dogmatische Rohkostfan, dessen Speisekarte vor allem aus Obst und Gemüse besteht. Was die Ernährung angeht, scheint der Mensch also sehr flexibel zu sein. Oft geht es um den von Paracelsus festgeschriebenen Grundsatz: Die Dosis macht das Gift. Simple Erklärungen hat die Ernährungsmedizin trotzdem nicht zu bieten – in welche Richtung der Weg geht, weiß sie aber sehr wohl.
Bildquelle: j.chizhe/Shutterstock.com
Gesund leben: Ernährungsmedizin
Sport gegen Depression?

Sport kann bei Depressionen helfen.

Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?

Viele Studien ausgewertet

Die Wissensplattform medizin transparent hat die Wirkung von Sport bei Depressionen geprüft. Dafür wurde eine große Übersichtsarbeit ausgewertet, in die über 70 einzelne Studien eingegangen sind. Insgesamt hatten die Studien knapp 3.000 Teilnehmende. In den einzelnen Studien wurden die Teilnehmenden gefragt, ob sich die depressiven Symptome bei regelmäßiger Bewegung verbessern. Diese Wirkung wurde dann verglichen, entweder mit einer Psychotherapie, mit Antidepressiva oder mit gar keiner Behandlung.

Wirkung wie Therapie

Die gute Nachricht: Sport scheint bei Depression zu wirken. Und zwar ähnlich stark wie eine Therapie mit Antidepressiva oder eine Psychotherapie. Welche Art von Sport am besten wirkt, lässt sich allerdings nicht sagen. Die Sportarten waren von Studie zu Studie zu verschieden und umfassten etwa Krafttraining, Heimtrainer, Radfahren, Tanzen oder Spazierengehen. Die Sportarten wurden dabei nicht untereinander verglichen. Es wurde auch nicht untersucht, ob Sport bei schweren Depressionen wirkt. Diese gelten als äußert schwierig behandelbar.

Therapie kombinieren

Was bei einer leichten bis mittelschweren Depression am besten hilft, ist individuell sehr unterschiedlich. Manchen helfen Medikamente besser, anderen Gespräche. Bewährt hat sich auch eine Kombination aus Psychotherapie und Antidepressiva. Regelmäßiger Sport scheint tatsächlich ein weiterer Baustein zur Vorbeugung oder Behandlung einer Depression zu sein. Und wenn Sport alleine nicht hilft, ist er eine gute Ergänzung zur medizinischen Behandlung.

Quelle: Medizin transparent

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Cavan Images / Ben Girardi

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