Gesundheit heute

Reisemedizin

Das Reisen hat in vielen Fällen seine Beschaulichkeit verloren. Sicher: Erholung und der Wunsch, den Stress im Job und alle Sorgen des Alltags zu vergessen, sind nach wie vor wichtig. Aber die Erfahrung ferner Regionen und der Aufenthalt in komplett anderen Klimazonen faszinieren immer mehr Menschen. Zugleich brechen auch immer mehr Ältere und selbst Hochbetagte zu Fernreisezielen auf. All diese Entwicklungen machen das junge Fachgebiet der Reisemedizin wichtiger denn je.
Bildquelle: Antonio Guillem/Shutterstock.com
Gesund leben: Reisemedizin
Wie Babys sicher schlafen

Ohne Kissen, Decken und Kuscheltiere im eigenen Bett - so sollten Babys schlafen.

Wie Babys sicher schlafen

Auch im Krankheitsfall

Wie schläft ein Baby am sichersten? Zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstodes (SIDS) gibt es dazu lang etablierte Regeln. Nur halten sich die Eltern nicht in jedem Fall daran, wie eine neue Studie zeigt.

Empfehlungen für sicheren Schlaf

Die Wahrscheinlichkeit für einen plötzlichen Kindstod ist in den letzten 30 Jahren in Deutschland sehr stark gesunken. Plötzlicher Kindstod heißt, dass ein augenscheinlich gesundes Baby plötzlich im Schlaf verstirbt. Im Jahr 2020 sind bundesweit 84 Fälle dokumentiert, 1991 waren es noch fast 1300. Der Rückgang liegt zu einem großen Teil an den Empfehlungen für einen sicheren Schlaf: Idealerweise sollen Säuglinge und Babys bis zum Alter von einem Jahr beispielsweise auf dem Rücken schlafen, ohne Decken, Kissen oder Kuscheltiere in einem Kinderbett und in einer rauchfreien Umgebung. Vom Schlafen in Seiten- oder Bauchlage, im Elternbett oder auf einem Sofa raten Fachleute dagegen ab.

Sonderfall Krankheit

Eine Studie der American Academy of Pediatrics hat nun untersucht: Wie gut halten sich Eltern an die Schlafempfehlungen, wenn ihr Baby krank ist?. Dazu wurden über 100 Eltern befragt.

Das Ergebnis: Schon vor einer Erkrankung halten sich Eltern nur zu einem geringen Teil an die Schlafempfehlungen für Babys – und noch schlechter sieht es aus, wenn die Kinder eine Krankheit durchmachten.

Gut gewollt ist nicht gut getan

Warum weichen Eltern von lange etablierten Empfehlungen ab? Die Gründe für diese Entscheidung sind zum Beispiel der Wunsch, das Kind näher bei sich zu haben oder ihm das Einschlafen zu erleichtern. Einige der Befragten gaben auch an, dass der Rat von Familienmitgliedern Einfluss auf ihre Entscheidung hatte.

Die Forschenden halten dies für äußerst bedenklich. Gerade kranke Kinder sind besonders gefährdet. Sie raten daher dringend dazu, sich auch im Krankheitsfall an die Schlafempfehlungen für Babys zu halten.

Nichts spricht dagegen, dass ein krankes Kind im elterlichen Schlafzimmer schläft – aber auch dann auf dem Rücken und ohne Decken und Kissen im eigenen Bett.

Quellen:

Von: Christine Sladky; Bild: mauritius images / Westend61 / Mareen Fischinger

Aktuelle Beiträge zum Thema

  • App hilft Frauen mit Harninkontinenz
    Jede Vierte wieder „trocken“

    Mit einer Harninkontinenz zu leben ist alles andere als angenehm, denn die Behandlung gestaltet sich oft schwierig. Doch jetzt gibt es digitale Hilfe: Ein Therapieprogramm per App…

    mehr

  • Früher mit dem Zukleben starten
    Sehschärfe beim Schielen retten

    Erst vier bis sechs Monate Brille tragen und dann das gesunde Auge abkleben – das ist die Strategie für die meisten Schielkinder. Doch offenbar entwickelt sich die Sehschärfe…

    mehr

  • Hochdruck behandeln beugt Demenz vor
    Therapietreue lohnt

    Einen erhöhten Blutdruck zu senken schützt nicht nur vor Herzinfarkt und Schlaganfall: Wer als Hochdruckpatient*in seinen Blutdruck konsequent im Griff hat, hat ein geringeres…

    mehr

  • Wie Babys sicher schlafen
    Auch im Krankheitsfall

    Wie schläft ein Baby am sichersten? Zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstodes (SIDS) gibt es dazu lang etablierte Regeln. Nur halten sich die Eltern nicht in jedem Fall daran, wie…

    mehr

  • Peptide zum Selbstspritzen
    Gefährlicher Trend

    Peptide sind in den sozialen Medien der letzte Schrei. Sie werden mit Insulinspritzen unter die Haut injiziert und sollen wahre Wunder vollbringen. Die angepriesenen Wirkungen…

    mehr

  • Lungenkrebsscreening für Rauchende
    Soll im April losgehen

    Je eher man eine Krebserkrankung erkennt, desto besser kann man sie behandeln. Das gilt auch für den Lungenkrebs. Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebs-Screening auf…

    mehr