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Sexualmedizin

Sexualmedizin

Sexualität ist eine der stärksten Lebenskräfte, die uns Menschen gegeben sind. Sie entspannt und setzt uns unter Hochspannung – wer sexuell aktiv ist, lebt länger und ist nachweislich weniger krank als Menschen ohne Partner. Dennoch: Viele Menschen leiden unter ihrer Sexualität, oder empfinden ihre Beziehung als sexuell unbefriedigend. Probleme in der Partnerschaft können ebenso wie Medikamente oder chronische Krankheiten das sexuelle Erleben und Verhalten einschränken - bei der Lösung sexueller Probleme bietet die Sexualmedizin Hilfestellung.
(Bild: Corbis Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Sexualmedizin
Mittel gegen Bettnässen

Bettnässen stört den Schlaf.

Mittel gegen Bettnässen

Was macht Desmopressin?

Nächtliches Einnässen ist bei Kleinkindern normal – kann bei älteren Kindern aber die Familie belasten. Wie wirkt das Medikament Desmopressin?

Scham als Folge

Nächtliches, unwillkürliches Einnässen betrifft bei 5-Jährigen noch etwa jedes fünfte Kind. Auch bei 7-jährigen verlieren noch ca. 7 % aller Kinder nachts Urin. Mit zunehmendem Alter steigt dabei die Scham. Bevor eine spezielle Behandlung eingeleitet wird, sollten sich Eltern von der Kinderärzt*in beraten lassen. Denn meistens löst sich das Problem mit der Zeit. Und oft helfen einfache Methoden, beispielsweise dass das Kind abends nicht mehr so viel trinkt oder vor dem Schlafengehen ordentlich auf die Toilette geht.

Verschiedene Therapien

Helfen einfache Methoden nicht weiter, dann gibt es spezielle Therapien. Ohne Medikamente kommt die Alarmtherapie aus. Dabei schlafen die Kinder mit Klingelhöschen oder Klingelmatten. Kommt Feuchtigkeit auf die Matte, erklingt die Klingel – die Kinder wachen auf und können auf Toilette gehen. Eine andere Möglichkeit ist das Medikament Desmopressin. Dieses konzentriert den Urin, wodurch die Kinder nachts weniger Urin bilden.

Alarmtherapie oder Desmopressin?

Wirksam sind beide Behandlungsmöglichkeiten. Bekommen Kinder Desmopressin, nässen Sie im Vergleich zu einem Placebo weniger nachts ein. Dies gilt auch für die Alarmtherapie, die vergleichbar gut funktioniert. Da die Alarmtherapie ohne Medikamente auskommt, wird sie als erste Behandlung empfohlen. Wenn diese nicht funktioniert, kann Desmopressin eingesetzt werden. Auch eine Kombination beider Methoden kann versucht werden. Welche Methode zum Einsatz kommt, sollten Eltern mit der Kinderärzt*in besprechen.

Quelle: Cochrane

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Cavan Images / Kimberli Fredericks

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