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Sexualmedizin

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Sexualität ist eine der stärksten Lebenskräfte, die uns Menschen gegeben sind. Sie entspannt und setzt uns unter Hochspannung – wer sexuell aktiv ist, lebt länger und ist nachweislich weniger krank als Menschen ohne Partner. Dennoch: Viele Menschen leiden unter ihrer Sexualität, oder empfinden ihre Beziehung als sexuell unbefriedigend. Probleme in der Partnerschaft können ebenso wie Medikamente oder chronische Krankheiten das sexuelle Erleben und Verhalten einschränken - bei der Lösung sexueller Probleme bietet die Sexualmedizin Hilfestellung.
(Bild: Corbis Photography/veer)
Krankheiten & Therapie: Sexualmedizin
Kühlkappe schützt die Haare

Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.

Kälte für die Haarwurzeln

Viele Chemotherapien lassen die Haare ausfallen. Vor allem jüngere Frauen empfinden das als sehr belastend. Ein kompletter Haarverlust wird oft als stigmatisierend erlebt und kann sogar beeinflussen, wie Betroffene die Therapie annehmen. Dem Haarausfall lässt sich mit einer Kühlung der Kopfhaut vorbeugen. Dabei tragen Patient*innen eine Kühlkappe, die die Kopfhaut vor, während und nach jeder Chemotherapie-Sitzung auf 19-20 °C herunterkühlt. Die Kälte verengt die Blutgefäße, sodass weniger Wirkstoff der Chemotherapie an die Haarwurzeln gelangt.

Zwei Drittel behalten ihre Haare

Wie gut das im Praxisalltag funktioniert, haben Forschende in Niedersachsen untersucht. Dafür wurden Daten von über 450 Brustkrebs-Patientinnen ausgewertet, denen während ihrer Chemotherapie eine Kopfhautkühlung angeboten wurde. Knapp 90 % nahmen das Angebot an. Bei knapp zwei Dritteln der Behandelten, die die Behandlung bis zum Ende erhalten haben, blieben die Haare gut erhalten. 

Viele brechen ab

Die Kopfhautkühlung funktioniert allerdings nicht für alle gut. Fast die Hälfte der Studienteilnehmenden beendete die Kühlung vorzeitig. Häufigster Grund war, dass die Haare trotz Kühlung ausfielen. Gut jede Fünfte der Abbrechenden vertrug die Kälte nicht, einige bekamen Kopfschmerzen. Dazu haben etwa 10 % die Therapie von vornherein abgelehnt – der häufigste Grund war Angst für Kälteunverträglichkeit und Migräne. Dass die Therapie dennoch im klinischen Alltag angekommen ist, zeigt ein Blick in ärztliche Leitlinien. Diese empfehlen, dass Patient*innen bei einer Therapie mit bestimmten Chemotherapeutika, den Taxanen, eine Kopfhautkühlung angeboten werden sollte. 

Quelle: Ärzteblatt 

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Andrea Obzerova / Alamy / Alamy Stock Photos

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