Gesundheit heute

Zähne und Kiefer

Mund-, Zahn- und Kiefererkrankungen

Mit den Zähnen beißt man sich durchs Leben. 18 Tonnen Nahrungsmittel kaut der Durchschnittsmensch in seinem Leben. Das sind umgerechnet 150 Schweine oder 15 Rinder oder 250 000 Eier der Gewichtsklasse L oder für Vegetarier ein Brot von fünf Kilometern Länge. Doch die Zähne dienen längst nicht nur zum Zerkleinern und Zermahlen der Nahrung. Sie sind Symbol geworden für Gesundheit und einen gepflegten Körper. Stolz darf sein, wer auch mit 50 noch mit einem entwaffnenden Lächeln punkten kann. Entsprechend sind auch unsere Ansprüche gewachsen – man möchte selbst im Alter zumindest auf den Schein schöner Zähne nicht verzichten.
(Bild: Barmer GEK)
Krankheiten & Therapie: Zähne und Kiefer
Was kann der Reishi-Pilz?

Der Reishi-Pilz wächst an totem Laubholz und wird seit über 2000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt.

Was kann der Reishi-Pilz?

Vom Baum in die Kapsel

Immer wieder geistern neue Ernährungstrends durch das Internet. Momentan ist der Reishi-Pilz in aller Munde. Als Pulver oder Extrakt soll er z. B. den Blutzucker bei Diabetes senken und Krebs bekämpfen. Stimmt das?

Seit 2000 Jahren im Dienst der Heilkunde

Der auch unter dem Namen „Glänzender Lackporling“ bekannte Reishi-Pilz ist weltweit verbreitet und wächst auf totem oder geschwächtem Laubholz. Seinen eigentlichen Ursprung hat er in China, wo man ihn seit mehr als zweitausend Jahren als traditionelles Heilmittel einsetzt. Dabei wird er meist als Pulver oder Extrakt angeboten und z. B. in Kaffee oder Kakao getrunken.

Studienqualität meist schlecht

Der Reishi-Pilz ist voll von bioaktiven Inhaltsstoffen. Beta-Glucane, Triterpene, Proteine, Sterole und Mineralstoffe sind nur einige davon. Die Liste von Gesundheitseffekten, die mit dem Pilz erzielt werden sollen, ist ebenso lang. Am häufigsten wird eine Wirkung gegen Krebs und Diabetes postuliert. Dafür werden immer wieder entsprechende Untersuchungen mit positiven Ergebnissen angeführt. Allerdings ist die Qualität vieler Studien schlecht und wenig geeignet, Schlüsse daraus zu ziehen. Die meisten Erkenntnisse stammen aus Labor- und Tierversuchen und sind nicht auf den Menschen übertragbar.

Die strenge Analyse hochwertiger kontrollierter Studien kommt schließlich zu einem etwas ernüchternden Fazit. So konnte der Lackporling weder das Überleben von Krebspatient*innen verlängern noch den Blutzucker bei Diabetiker*innen dauerhaft senken. Ob der Pilz vielleicht bei einigen Erkrankungen unterstützend hilfreich ist, wird ebenfalls noch diskutiert.

Nebenwirkungen sind möglich

Doch nicht nur die mangelnde Wirkung ist bedenkenswert. Der Pilz kann bei der Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel auch zu Nebenwirkungen führen. Schwindel, Mundtrockenheit, Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden sind dabei am häufigsten.

Bei Patient*innen mit Nierenschwäche ist Vorsicht geboten, denn es kann durch den Pilz zu einer schweren Unterzuckerung kommen. Zudem kann der Lackporling die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärken. Wer ASS oder Marcumar einnimmt, sollte deshalb auf die Einnahme des Tendpilzes lieber verzichten – oder vorher ärztlichen Rat einholen.

Quelle: ptaheute

Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Erich Geduldig / imageBROKER

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