Gesundheit heute

Zähne und Kiefer

Mund-, Zahn- und Kiefererkrankungen

Mit den Zähnen beißt man sich durchs Leben. 18 Tonnen Nahrungsmittel kaut der Durchschnittsmensch in seinem Leben. Das sind umgerechnet 150 Schweine oder 15 Rinder oder 250 000 Eier der Gewichtsklasse L oder für Vegetarier ein Brot von fünf Kilometern Länge. Doch die Zähne dienen längst nicht nur zum Zerkleinern und Zermahlen der Nahrung. Sie sind Symbol geworden für Gesundheit und einen gepflegten Körper. Stolz darf sein, wer auch mit 50 noch mit einem entwaffnenden Lächeln punkten kann. Entsprechend sind auch unsere Ansprüche gewachsen – man möchte selbst im Alter zumindest auf den Schein schöner Zähne nicht verzichten.
(Bild: Barmer GEK)
Krankheiten & Therapie: Zähne und Kiefer
Unterschätztes Krebsrisiko

Beratung über das Krebsrisiko erfolgt oft in der Arztpraxis

Unterschätztes Krebsrisiko

Häufiger als gedacht

Fast jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Doch nur wenige halten ihr eigenes Risiko für hoch. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Jede*r Zweite betroffen

Wie ist das Wissen über Krebs in der Bevölkerung? Das wollten Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) genauer wissen. Sie haben deshalb über 1500 Menschen zu verschiedenen Aspekten von Krebs befragt. Besonders auffällig: Nur 12 % der Befragten halten ihr persönliches Krebsrisiko für eher hoch oder sehr hoch. Tatsächlich erkrankt aber fast jede zweite Person im Laufe ihres Lebens an Krebs. 

Früherkennung wenig genutzt

Auch ihr eigenes Verhalten schätzten viele Befragte zu positiv ein: Zwei Drittel bescheinigten sich selbst eine gesunde oder sehr gesunde Lebensweise. Und das, obwohl ein erheblicher Teil von Bewegungsmangel, Übergewicht oder regelmäßigem Tabak- und Alkoholkonsum berichtete – alles Risikofaktoren für Krebs. Auch Angebote zur Früherkennung bleiben oft ungenutzt: Nur 42 % nehmen sie regelmäßig wahr, 23 % ab und zu. Als Gründe nannten die Befragten ein gering empfundenes Krebsrisiko, aber auch fehlende Motivation, Informationsmängel oder Angst vor der Untersuchung. 

Mehr Beratung gewünscht

Zentral sind gute Informationen: Fühlten sich Befragte besser informiert, dann nutzten sie auch eher Angebote zur Früherkennung. Doch hier besteht Nachholbedarf, denn etwa zwei von drei Befragten wünschten sich mehr Informationen oder bessere Beratung. Doch Informationen allein reichen noch nicht aus, um sich gesünder zu verhalten oder Prävention wahrzunehmen. Entscheidend sei vielmehr, den Bezug zum eigenen Risiko und zum eigenen Verhalten herzustellen, betont die Autorin der Studie. Als wichtigste Informationsquelle dienten zumeist die Arztpraxen. Möchten sich Personen besser über das eigene Krebsrisiko informieren, dann sprechen sie das Thema am besten beim nächsten Besuch in der Arztpraxis an. 

Quelle: Ärzteblatt 

Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Westend61 / Hanno Keppel

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